Spendenbox

Geschrieben von: am: 7. Juni 2014

Hier können Sie kostenlos für den Regenwald spenden. Und so funktioniert das Ganze:

1. Untenstehenden Code eingeben

2. Es werden Banner unserer Sponsoren eingeblendet

3. Je nach Anzahl der Sponsoren werden pro Klick 0,5 – 2 Cent an gemeinnützige Organisationen gespendet (meist an die Regenwaldorganisation OroVerde)

4. Dies können Sie stündlich wiederholen. Den aktuellsten Spendenstand finden Sie hier, die Bilanz gibt es hier!



Spenden seit dem 05. Februar 2010: 178767. Heutige Spenden: 348

Google Impact Challenge: Unsere Partnerorganisationen benötigen eure Stimme

Geschrieben von: am: 11. Februar 2016

Update: Beide Organisationen haben den Wettbewerb gewonnen. Gratulation!

Der große Suchmaschinenspezialist aus Kalifornien haut ein wenig Geld raus. Mit der Impact Challenge möchte Google (Tipp: Soziale Google Alternative) gemeinnützige Organisationen unterstützen.

google impact challange

Die Bewerbungsfrist ist vorbei und mit Hilfe von Betterplace.org und einer Jury wurden 10 Leuchtturmprojekte und 200 „lokale Projekte“ ausgesucht für die man nun abstimmen kann. Die Leuchtturmprojekte erhalten per se je 250.000€, der Gewinner erhält 500.000€.

Die Stimmen für die „lokalen Projekte“ sind daher ausschlaggebend, denn hier erhalten lediglich die 100 Projekte mit den meisten Stimmen jeweils 10.000€.

Da unsere Partnerorganisationen auch mit am Start sind, würden wir uns freuen, wenn ihr diesen eure Stimme gebt. Insgesamt habt ihr drei Stimmen zur Verfügung. Abgestimmt wird mit einem gültigen Google-Account, den heutzutage wahrscheinlich so gut wie jeder haben wird.

OroVerde

OroVerde Regenwald FundraisingMit ihrer kreativen Fundraising-Idee hat die Regenwaldorganisation großes Aufsehen erregt.

Nach dem Motto „Ein Schild sagt mehr als tausend Worte“ haben sie Bäume in der Innenstadt mit dem Satz „Brauche Geld für meine Familie im Regenwald“ ausgestattet und so auf den Punkt gebracht, wieso die Menschen spenden sollen.

Mit den 10.000 Euro Preisgeld soll diese Guerilla-Aktionen in noch mehr Städte gebracht werden um nicht nur mehr Spenden zu sammeln, sondern auch dem Regenwald wieder mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft zu verschaffen.

=> Jetzt für OroVerde abstimmen!

 

I Plant A Tree

Unsere Freude von I Plant A Tree haben das Online-Bäume-Pflanzen revolutioniert. IPlantATree-Aufbäumen

Um diese Idee noch besser zu machen, möchten sie das Geld einsetzen um ihre Homepage zu relaunchen.

Dadurch soll die Idee besser expandierbar werden und noch mehr Leute zum Bäumepflanzen inspiriert werden.

=> Jetzt für I Plant A Tree abstimmen

 

Die Abstimmung endet am 24. Februar.


Virunga-Doku: Korruption und ihre Auswirkungen

Geschrieben von: am: 30. Dezember 2015

Ich habe mir über die Weihnachtfeiertage einige Dokumentationen angesehen, für die ich im hektischen Alltag keine Zeit hatte und es hat sich mehr als gelohnt. Mit Virunga (the Movie) habe ich mir eine der besten Dokumentarfilme aller Zeiten zu Gemüte geführt und vieles wiederentdeckt, über das wir bei Blog2Help seit Bestehen berichten. Aber auch einiges, was sich mit meinen eigenen Erfahrungen deckt.

Krieg, Elend & Raubbau aus Not

Nur noch im Virunga-Nationalpark leben Berggorillas. Sie sind extrem vom Aussterben bedroht. By Cai Tjeenk Willink (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Nur noch im Virunga-Nationalpark leben Berggorillas. Sie sind extrem vom Aussterben bedroht.
By Cai Tjeenk Willink (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Der Virunga Nationalpark ist nicht nur hinsichtlich der ökologischen Aspekte einer der bedeutendsten Nationalparks Afrikas, er erlebte in seiner Geschichte auch sämtliche Probleme, die ein Regenwaldgebiet haben kann. Da der Park in dem ständigen Krisengebiet, der Demokratischen Republik Kongo liegt, hatte der 7.835km² große Nationalpark nicht nur mit den Klassikern Korruption, Landraub, Ressourcenausbeutung und Wilderei zu kämpfen, sondern auch mit den Folgen der heftigen (Bürger-)Kriege.

So versteckten sich nach dem Völkermord in Ruanda (April – Juli 1994) rund eine Millionen Flüchtlinge in dem UNESCO-Weltnaturerbe. Um zu überleben schlugen diese 600 Tonnen Holz am Tag und schlachteten insgesamt über 9.000 Nilpferde. Nachdem der Zweite Kongokrieg (1998 – 2003) zu einem Friedensvertrag führte, der wiederum 2006 zu freien Wahlen gipfelte, konnten die internationalen Bemühungen, das wichtige Regenwaldgebiet zu schützen, wieder aufgenommen werden.

Auf und Ab

Mithilfe der Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt und finanziellen Mitteln der EU, der UNESCO und des US Fish an Wildlife Services wurden im Jahr des Sommermärchens 480 Ranger ausgebildet. Durch die tapferen (überwiegend) Männer wurde die Lage in Virunga nicht perfekt aber um einiges besser. Obwohl bis 2012 schon 150 von ihnen ums Leben gekommen sind, sie ihr Gehalt nicht rechtzeitig erhalten, nicht die beste Ausrüstung besitzen und oftmals mit Nahrung unterversorgt sind, stellen diese alles in den Dienst des Nationalparks um ihn vor Wilderern, Großkonzernen und Rebellen zu schützen.

Die Dreharbeiten zur Virunga-Doku begannen im Jahr 2012. Eigentlich wollte das Filmteam von den Verbesserungen im Nationalpark und von der hervorragenden Arbeit der Ranger berichten. Doch dann kam alles anders, was die Dokumentation unfreiwillig zu einem Wirtschafts-Krimi-Thriller mit allem was dazugehört macht. Während den Dreharbeiten griff die Rebellengruppe M23 die Kongolesische Armee an und konnte einige Städte unter ihrer Kontrolle bringen. Die Lage war so drastisch, dass die Kriegshandlungen bis vor den Türen der Parkverwaltung, in der auch das Filmteam anwesend war, vordrangen.

Bürgerkrieg wegen Öl?

Die Gründe der immer wieder aufbrechenden Kriege in der Demokratischen Republik Kongo sind vielfältig und wohl nicht abschließend zu klären. Auf jeden Fall spielen Konflikte und Rassenhass zwischen einzelnen Volksgruppen eine große Rolle. Doch solche Bürgerkriege müssen auch finanziert werden und hier kommen politische bzw. wirtschaftliche Interessen ins Spiel. So hat sich auch das Team, das hinter der Virunga-Dokumentation steht, auf die Suche nach den Gründen des Bürgerkriegs gemacht und warum die Rebellen ausgerechnet in den Nationalpark eingedrungen sind, obwohl dieser strategisch nicht relevant wäre, gebe es nicht wirtschaftliche Interessen.

Ölförderung im Regenwald hat massive Folgen für Mensch & Natur.

Ölförderung im Regenwald hat massive Folgen für Mensch & Natur. Bild: Dr. Morley Read / Shutterstock

Schnell lag der Verdacht nahe, dass die britische Firma SOCO International ihre Finger mit im Spiel haben könnte. Diese verdient ihr Geld mit Gas- und Öl-Exporten aus politisch kritischen Regionen und macht damit stolze 448,2 MIO. $ Umsatz im Jahr (2014). Auch in den geschützten Regenwäldern vom Virunga-Nationalpark wollten sie nach Öl bohren, weshalb sie einige Konzessionen beantragten, nachdem sie mögliche Ölvorkommen vermuteten.

Gemeinsam mit der französischen Journalistin Mélanie Gouby deckte das Filmteam mit versteckter Kamera auf, dass SOCO einzelne Rebellen unterstützt haben soll und auch Schmiergelder geflossen seien, damit Öl-Konzessionen vergeben werden können. Das Unternehmen stritt sämtliche Beschuldigen ab und kündigten die Mitarbeiter, welche sich von der charmanten Französin um den Finger haben wickeln lassen.

Aufgrund des massiven internationalen Protests (u.a. Rettet den Regenwald und WWF) stellte SOCO die Suche nach Öl erst einmal ein. Damit das so bleibt, darf das Thema jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Denn ein endgültiges Nein zum Raubbau gibt es nie.

Korruption schadet Mensch und Natur

Korruption ist in solchen Ländern wohl die Hauptursache, dass sowohl politisch als auch im Naturschutz nichts vorangeht. Immer wieder werden Naturschutz und Menschenrechte mit Füßen getreten um irgendwelche wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Dieses Jahr hat es zum Beispiel auch einen Ranger getroffen, den ich selbst in Madagaskar unterrichtet habe. Er hat in einer internen Email lediglich einen Holzhändler, der illegal Holz im Regenwald schlägt, angeprangert und saß deshalb fast sechs Monate im Gefängnis. Da er wieder entlassen wurde, möchte ich nicht mehr hierzu schreiben, um ihn nicht wieder ins Kreuzfeuer zu stellen, sollte der Konzern zufällig auf meinen Blogeintrag stoßen.

Prinz Emmanuel de Mérode By Martin Friedrich Jauck (http://de.rodovid.org/wk/Person:785090) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Prinz Emmanuel de Mérode
By Martin Friedrich Jauck (http://de.rodovid.org/wk/Person:785090) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Jedoch ist es wichtig, dass sich Menschen ohne Rücksicht auf das eigene Wohlergehen diesen Machenschaften entgegenstellen. So hat auch der belgische Parkdirektor von Virugna, Prince Emmanuel De Merode, zurecht eine wichtige Rolle in der Dokumentation eingenommen. Obwohl ihm mit seinem familiären Background und seiner Elite-Ausbildung wohl alle Türen der Welt offen stehen, hat er sein Leben dem Schutz des Virunga-Nationalparks gewidmet und in dem SOCO-Konflikt entschieden Beweise gegen das Ölunternehmen gesammelt.

Am 15. April 2014 wurde De Merode von einem Unbekannten angeschossen. Es wird vermutet, dass das Attentat wegen wirtschaftlichen Interessen durchgeführt wurde, da sich der Belgier gegen alle Tätigkeiten, die den Regenwald ausbeuten würden entschieden entgegenstellt. Trotz seiner vielen Verletzungen (Treffer in Brust und Bauch) konnte er überleben und nahm knapp einen Monat später, am 22. Mai 2014, wieder die Arbeit als Parkdirektor auf.

Virunga the Movie Kritik

Nicht nur weil die Filmcrew zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, aber auch das Handwerkszeug stimmte, ist Virunga für mich eine der besten Dokus die je gedreht wurden. Die Aufnahmen sind atemberaubend und es wurden viele Probleme des Nationalparks aufgezeigt ohne den roten Faden zu verlieren. Man konnte ebenfalls mit den Akteuren mitleiden und freute sich über noch so jeden kleinen Erfolg der Ranger und der investigativen Journalisten. So kam auch das Menschliche nicht zu kurz. Tierfreunde wird das Herz bei den Szenen der Auffangstation für Berggorillas aufgehen.

Nach den 100 Minuten besitzt man ebenfalls gleich das Bedürfnis, etwas dagegen zu unternehmen, was meiner Meinung nach das wichtigste Kriterium einer gelungenen, kritischen Dokumentation ist.

Wie kann ich helfen?

Um die Frage des Helfens zu beantworten haben die Filmemacher einen eigenen Bereich auf ihrer Homepage eingerichtet. Diese Punkte möchte ich aufgreifen, ergänzen und erweitern:

  • Investments überprüfen: In unserem ausführlichen Beitrag über Nachhaltiges Investment haben wir aufgezeigt, dass Investoren einen massiven Einfluss haben auf unsere wirtschaftliche Zukunft. Vor allem Unternehmen die mit fossilen Rohstoffen handeln verfügen über zu viel Kapital und besitzen deshalb auch einen brutalen Druck, Gewinne zu erzielen. Das führt zu solchen Misständen wie sie in Virunga zu Tage kommen. Deshalb sollte jeder Einzelne sein Geld von Firmen wie SOCO abziehen. Wenn Sie denken, „Ich besitze ja gar keine Aktien“ sollten Sie einmal Ihre Fonds, wie Renten-Fonds überprüfen, ob diese in solche Unternehmen investieren und Ihr Geld ggf. umschichten.
  • Öko Tourismus: Eine wichtige Einnahmequelle für die Bewohner rund um den Nationalpark ist der Tourismus. Zugegebenermaßen ist das Reisen in solche Regionen nicht ganz ungefährlich. Allerdings weiß die Bevölkerung und insbesondere die Ranger um die Wichtigkeit der Touristen, weshalb sie alles Mögliche unternehmen werden um Sie in Sicherheit zu bringen, sollten wieder politische Gefahren auftreten. Auch sollten Sie den ein oder anderen Euro einplanen, denn die Reise in den Regenwald ist meist teurer als auf den Ballermann. Aber lieber spart man einmal zwei Jahre und hat dann ein unvergessliches Erlebnis, das man nicht auch in jeder Kneipe erhalten kann. Informationen dazu können z.B. auf visitvirunga.org und auf Wikitravel eingeholt werden.
  • Spenden: Natürlich ist Spenden immer eine Option. Zum einen können Sie Organisationen unterstützen, die auch in dem Regenwald von Virunga aktiv sind (Rettet den Regenwald, WWF, Zoologische Gesellschaft usw.). Die Parkdirektion sammelt aber auch selber Spenden um die Patrouillen und andere Projekte zu finanzieren. So kann man beispielsweise für 25$ im Monat einen symbolischen Bereich des Nationalparks schützen. Natürlich sind auch Einmalspenden gerne gesehen.
  • Sonstiges: Selbstverständlich hat auch nachhaltiger Konsum, effizienter Umgang mit Energie und Recycling in Ihrem Alltag direkt und indirekt Einfluss auf die Regenwälder und Naturschutzgebiete unserer Erde.

 

Die Virunga-Dokumentation ist exklusiv auf NETFLIX zu sehen.


Augen Auf beim Geschenkekauf

Geschrieben von: am: 12. Dezember 2015

Weihnachten steht vor der Tür und wenn ihr nicht, wie ich sonst, panisch an Heiligabend in die Geschäfte stürmen wollt, dann solltet ihr euch jetzt langsam einmal Gedanken machen, was ihr verschenken möchtet. Dieses Jahr gab es im Netz viele Aktionen, die aufforderten einen Bogen um die großen Konzernen wie Amazon zu machen. Auch ich habe mich gestern gemütlich bei einem Tee hingesetzt, meine Geschenke bestellt und dabei darauf geachtet, nicht bei den Branchenrießen einzukaufen.

Reine Öko-Geschenke:

Für Menschen, die nicht großartig materielle Dinge erwarten, eignen sich Geschenke, welche Organisationen für Spenden zur Verfügung stellen, hervorragend. Diese sind übrigens auch perfekte Last-Minute-Geschenke.

Meine Mutter hat mir nach dem Lesen des Regenwald-Reports mitgeteilt, dass sie sich die Tasche wünscht, die es ab einer 10€ Spende von Rettet den Regenwald e.V. gibt.

Diese tolle Tasche gibt es ab einer 10€-Spende für den Regenwald.

Diese tolle Tasche gibt es ab einer 10€-Spende für den Regenwald.

Die Tasche sieht nicht nur gut aus, sie ist auch aus recyceltem Material, genauer gesagt aus gebrauchten Getreidesäcken. Das macht die Tasche auch äuß5_urwaldrieseerst robust und langlebig.

Der Erwerb der Tasche hat außerdem den Vorteil, dass für das Geld 20 Mangroven auf den Philippinen gepflanzt werden können und die Menschen vor Ort Arbeit erhalten, denn selbstverständlich sind die Taschen handgenäht.

Spendenurkunden:

Fast jede Organisation bietet Spendenurkunden an. Mit die schönsten hat meiner Meinung nach unsere Partnerorganisation OroVerde e.V.

Die Urkunden gibt es bereits ab 30€, die etwas aufwendigeren Urkunden kosten allerdings 50€. Aber die sind es wert.

Wer lieber etwas anderes zum Hinhängen an die Wand verschenken möchte, kann auf den Kalender für 2016 zurückgreifen. Auch hier geht der Gewinn in den Regenwaldschutz. Die Motive sind wie immer gelungen und er ist natürlich völlig umweltschonend hergestellt.

Eine Baumpatenschaft der Extraklasse gibt es bei unserem Freund Andreas.

Eine Baumpatenschaft der Extraklasse gibt es bei unserem Freund Andreas.

Eine Baumpatenschaft der Extraklasse bietet unser Freund Andreas, der in Costa Rica Grundstücke kauft und Bäume pflanzt um den Regenwald wieder aufzuforsten, aber auch um der bedrohten Papageienart Großer Soldatenarra wieder Lebensraum und Ernährungsgrundlagen zu schaffen.

Dies Baumpartenschaft ist mit 57€ teurer als bei anderen Organisationen, dafür gibt es Premiumleistungen dazu. Zum Beispiel erhält man jährlich ein Update, wie es dem Baum bzw. den daraus entstandenen Wald geht. Natürlich inklusive Photo. Bei einem Costa Rica Urlaub kann man sogar seinen Baum besuchen. Auf Wunsch gibt es ebenfalls die GPS Koordinaten uvm. dazu. Eine Urkunde, die sich gut unter dem Weihnachtsbaum macht, gibt es selbstverständlich dazu.

Nachhaltige Shops & Geschenkideen

Fairmondo

Allen voran möchte ich hier Fairmondo.de erwähnen, für das wir ja auch zwei Anteile (durch Splitting mittlerweile 10 Anteile) halten. Fairmondo hat es sich zum Ziel gemacht, den großen Händlern entgegenzutreten und eine konsequent faire Handelsplattform aufzuziehen. Allerdings kämpfen sie seit dem Start im Jahr 2013 täglich ums Überleben, da das Geld knapp ist und die Marktplatzentwicklung nicht wie erhofft eingetreten ist. Durch das Weihnachtsgeschäft könnten sie sich vielleicht ein kleines Polster schaffen.

fairmondo

Durch die Anbindung des Ecobookstore und das Anwerben größerer Händler ist mittlerweile erstaunlich viel Angebot auf dem Marktplatz enthalten. Deshalb viel es mir nicht so schwer wie erwartet, meiner Schwester, meiner Mutter und meinem 2-jährigen Neffen ein Geschenk zu kaufen. Der Neffe bekommt Playmais, das allerdings schon teurer auf Fairmondo ist, als beim großen A. Aber das liegt ja an dem Händler selbst und nicht an der Plattform.

Meine Mutter hat sich zu der Tasche noch Blumensamen gewünscht. Da gibt es zum Glück anscheinend eine Dame, welche die Blumen selbst anbaut und die Samen kostengünstig verkauft. Da habe ich ein paar Mal zugeschlagen.

Für meine Schwester gibt es ein Buch. Außerdem habe ich ein Kartenspiel gekauft, da wir traditionell nach der Bescherung immer ein Gesellschaftsspiel spielen.

Diese Artikel habe ich bei drei verschiedenen Händlern erworben, doch das fällt auf der mittlerweile sehr gut programmierten Seite gar nicht mehr auf. Am Ende des Bestellvorgangs muss man die Händler nur noch einzeln bezahlen. Hier habe ich mich 2x für Paypal und einmal für Vorkasse entschieden. Alles ging locker flockig von der Hand.

Bequeme und unkomplizierte Bestellung bei unterschiedlichen Händlern.

Bequeme und unkomplizierte Bestellung bei unterschiedlichen Händlern.

Einen Einkauf auf Fairmondo kann ich also nur empfehlen. Hier gibt es viel zu entdecken – ob Öko, Fair oder „normal“ – Da ist für jeden was dabei 🙂

Das Insektenhotel sieht gut aus und erfüllt einen sinnvollen Zweck.

Das Insektenhotel sieht gut aus und erfüllt einen sinnvollen Zweck.

Bundladen

Bei dem Shop vom BUND, der auf den Namen Bundladen hört, habe ich auch schon öfters bestellt. Hier gibt es vor allem tolle Holzartikel für drinnen und draußen. Wenn man einen Garten oder Balkon besitzt finde ich vor allem das Angebot von Nisthöhlen (z.B. für Fledermäuse), Vogelhäusern, Insektenhotels oder Hummelburgen äußerst interessant. Die sehen gut aus und erhöhen die Artenvielfalt vor unserer Haustüre.

Für alle, die noch dringend nach Ladenschluss ein Geschenk benötigen, für die gibt es im Bundladen auch Gutscheine zu erwerben. Mit dem Kauf in diesem Shop unterstützt man selbstredend die Arbeit des BUND.

Lebenshilfe-Shop

Das Kicktipp-Spiel macht nicht nur Spaß, sondern wurde auch von Behindertenwerkstätten hergestellt.

Das Kicktipp-Spiel macht nicht nur Spaß, sondern wurde auch von Behindertenwerkstätten hergestellt.

Im Lebenshilfe-Shop habe ich noch nie bestellt, da ich vor kurzem erst durch eine Zeitungsanzeige darauf gestoßen bin. Allerdings finde ich die Idee sehr gut und es gibt dort auch viele selbstgemachte Produkte aus Holz, die sehr wertig sind, was auch ein Zeichen gegen Verschwendung ist. Neben vielen Dekoartikeln (auch für Weihnachten), gibt es Spielsachen und viele andere nützliche Artikel im Angebot.

In dem Shop werden zum einen zugekaufte Artikel, die der Lebenshilfe-Shop nur weiterverkauft und mit dem Gewinn des Verkaufs ihre Arbeit finanziert wird, angeboten.

Zum anderen gibt es Produkte mit dem WFBM-Logo WFBM. Mit diesen empfehlenswerten Produkten unterstützt man die Lebenshilfe nicht nur finanziell, sondern die Artikel wurden in Werkstätten für behinderte Menschen hergestellt. Mit dem Kauf dieser Produkte schaffen Sie so zusätzliche Arbeitsplätze mit fairen und integrativen Arbeitsbedingungen. Deshalb ist ein Kauf im Lebenshilfe-Shop wärmstens zu empfehlen.

GEPA

Die Firma GEPA ist mit rund 67 Mio. Euro Jahresumsatz einer der größten Anbieter für Fairtrade-Waren. Im GEPA-Shop gibt es ebenfalls viele Handwerksartikel, die hauptsächlich in der dritten Welt hergestellt worden sind und auch so Arbeitsplätze schaffen, wo sie benötigt werden. Allerdings haben wir jetzt schon zu viele Shops, die ähnliches anbieten promotet.

Dieser Rotwein ist Fairtrade und Öko zertifiziert. Wenn das nicht das perfekte Geschenk ist.

Dieser Rotwein ist Fairtrade und Öko zertifiziert.
Wenn das nicht das perfekte Geschenk ist.

Ich persönlich bestelle immer meine Kaffee-Pads über die GEPA und bin damit mehr als nur zufrieden. Manchmal liegen bei der Bestellung auch Artikel kostenlos bei, da sie kurz vor dem Ablaufen stehen und auf einem Schreiben steht, dass sie es lieber verschenken, als wegzuschmeißen. Da sieht man, dass die Firmenphilosophie (100% fair, 100% not profit, 100% engagiert) auch bis nach ganz unten gelebt wird.

Für Weihnachten eignen sich in dem Shop vor allem Lebensmittel, die man gut verschenken kann. Zum Beispiel faire und ökologische Schokolade (es gibt auch Nikoläuse). Die Produktion von fairer Schokolade ist auch für den Regenwaldschutz nicht ganz unwichtig. Denn sie geben den Bauern Arbeit und Kakao kann man wunderbar auch ohne Monokultur herstellen, wenn man denn möchte.

Wenn es ein bisschen edler sein soll, gibt es im GEPA-Shop auch eine gute Auswahl an Weinen. Den Honigmet kann ich ebenfalls wärmstens empfehlen.

 

Ich hoffe, das waren genug Inspirationen, um dieses Jahr zumindest einen Großteil des Einkaufes bei alternativen Shops zu tätigen. Ihr könnt die Liste auch gerne in den Kommentaren ergänzen (offensichtlicher SPAM wird gelöscht).

Ps. Generelle Tipps für ein ökologisches Weihnachten hat der WWF in einem Beitrag zusammengefasst.


Die Klimakonferenz COP21 in Paris braucht mehr Aufmerksamkeit

Geschrieben von: am: 2. Dezember 2015

Am Montag ist in Paris die 21. Klimakonferenz gestartet. Sie wird noch bis zum 11. Dezember andauern und man kann ohne rot zu werden sagen, dass sie die wichtigste Konferenz seit Kyoto ist. Mit ihr steht und fällt die Zukunft des Klimaschutzes. Gibt es dieses Mal keinen großen Durchbruch in den Verhandlungen rund um das 2°C-Ziel, wird der politische Wille wohl eminent abflachen, sodass es enorme Kraftanstrengung in Zukunft bedarf, das Thema wieder voranzutreiben.

cop21 logo

Aber woher soll nur der politische Wille kommen, wenn die wichtigste Konferenz für das Leben in der Zukunft im Schatten von so vielem steht? Ja, selbst ich schreibe erst jetzt, einige Tage nachdem die Konferenz gestartet ist, darüber. Vieles scheint im Alltag wichtiger als der abstrakte Anstieg klimaschädlicher Gase, die man nicht sehen kann und dessen Auswirkungen man nicht unmittelbar spürt. Warum sollte mich das jucken, wenn ich Rechnungen zu zahlen habe, mich meine Kollegen nerven, der Partner schluss gemacht hat oder ich doch nur schnell nach Hause möchte um meine Lieblingssendung nicht zu verpassen?

Und dann sind da noch die politischen Unruhen, die viel dringlicher erscheinen und gelöst gehören: Der Syrien-Konflikt, die Überschuldung Griechenlands, die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Anschläge in Paris usw usf. Wenn ich mir jetzt einmal letzteres rauspicke, dann ist es freilich schlimm, was die Attentate in Paris für ein Leid angerichtet haben. Jedoch ist die Panikmache in der Presse total fehl am Platz. Es wird so darüber berichtet, als wären Terroranschläge eine immense Bedrohung und jeden könnte es treffen. Dabei sterben alleine in den USA jährlich über 140 Menschen durch einen Blitzschlag! Ich möchte die Toten in Paris keineswegs relativieren, allerdings zeigt das doch, welchen Einfluss man dem Terrorismus in seinem Alltag beimessen sollte.

Dagegen hat der Klimawandel schon jetzt Auswirkungen auf unser aller Leben. Die Naturkatastrophen sind schon in den vergangenen Jahren weltweit angestiegen und es sieht nicht so aus, als würde es besser werden. Durch die Erhöhung des Meeresspiegels werden ganze Inselstaaten verschwinden, die Klimazonen könnten sich ändern, die Poole schmelzen und und und. Das hat Auswirkungen auf Milliarden Menschen und Tiere.

Durch Ernteausfälle und Rohstoffmangel wird der Klimawandel auch erhebliche wirtschaftliche Folgen haben, wenn wir nicht dagegensteuern. Mehr über die Folgen des Klimawandels könnt ihr auf Wikipedia nachlesen. Ich will auch gar nicht so schwarz malen, denn Angst ist immer ein schlechter Wegbegleiter und ich bin auch der festen Überzeugung, dass man dagegen etwas machen kann, sonst würde ich mir die Mühe hier nicht machen.

Der Mensch ist nicht schuld am Klimawandel …

Kohlekraftwerke: Ineffizient und Klimakiller Bild: FotoHiero / pixelio.de

Kohlekraftwerke: Ineffizient und Klimakiller
Bild: FotoHiero / pixelio.de

Mit dem Argument, dass der Mensch doch gar nicht Schuld am Klimawandel sei und man deshalb so weiter machen kann wie bisher, hat man öfter zu tun als man denkt. Ich weiß nicht, warum sich diese Meinung so manifestiert. Liegt es an der erwähnten Abstraktheit, oder weil man irgendwann einmal gelernt hat, dass es auf unserem Planeten immer wieder zu Klimaänderungen kommt? Dann sollte man sich jedoch auch einmal anschauen, wie die Intervalle dieser Klimaveränderungen aussehen. Die Eiszeit in der wir uns gerade befinden dauert schon 2,7 Millionen Jahre an, da wäre es schon ein arger Zufall, wenn diese Eiszeit ausgerechnet in den letzten 100 Jahren (zufällig der Beginn der Industrialisierung) drastisch abklingen würde.

Dann gibt es noch die Bestätigung führender Klimaexperten. Wenn man denen auch nicht traut, dann soll mir doch bitte einer einmal mit gesundem Menschenverstand erklären, warum das, was wir der Natur gerade antun (Verbrennung von fossilen Energiequellen innerhalb weniger Jahrzehnte, die Milliarden Jahre lang CO2 gebunden haben; Zerstörung der Wälder; Meeresverschmutzung; Überfischung; Bodenbelastung; Strahlenbelastung uvm…) keine Auswirkungen haben sollte.

Und selbst wenn wir Mahner und Nörgler falsch liegen, schauen wir uns doch einmal die möglichen Szenarien an:

Szenario 1: Den Klimawandel gibt es nicht und wir haben nichts unternommen: Glück gehabt

Szenario 2: Den Klimawandel gibt es und wir haben nichts unternommen: Die Kacke ist am Dampfen!

Szenario 3: Den Klimawandel gibt es nicht und wir haben etwas unternommen: Wir haben Geld ausgegeben um fortschrittliche Technologien zu erforschen, endliche Rohstoffe ersetzt und Arbeitsplätze geschaffen.

Szenario 4: Den Klimawandel gibt es und wir haben etwas unternommen: Schwein gehabt!

Also selbst wenn es den Klimawandel nicht geben sollte, wäre doch der „Verlust“ sehr verkraftbar. Im Gegensatz zu der Alternative, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist und wir nur zugeschaut hätten.

Was muss erreicht werden?

In Paris müssen sich die größten CO2 Verursacher darauf einigen, konkrete und verbindliche Maßnahmen zu treffen um mindestens das 2°C-Ziel zu erreichen.

Dazu müssen sich die großen Verursacher ein ambitioniertes Ziel bei der CO2-Vermeidung setzen. Das kann nur geschehen, wenn verpflichtend auf regenerative Energien, Rohstoff- und Energieeffizienz und der Schutz der (Regen-)Wälder gesetzt wird. Außerdem muss es endlich einen vernünftigen Emissionshandel geben!

Wichtig ist auch, dass wir den Entwicklungsländern bei den Kosten für die Klimaschutzmaßnahmen gewichtig unter die Arme greifen!

Wie schaffe ich Aufmerksamkeit für die COP21?

Die Demos sind leider schon um, allerdings hatten diese zum Glück großen Zulauf. Nun gilt es online Aufmerksamkeit zu schaffen!

Ihr könnt zum Beispiel bei Avaaz ein Bild mit euch und euren Schuhen in der Hand hochladen. Diese werden in Paris präsentiert um zu zeigen, dass trotz des Versammlungverbotes, die Leute für die Sache einstehen wollen.

Auch Robert von Blog2Help ist beim virtuellen Climate March dabei!

Auch Robert von Blog2Help ist beim virtuellen Climate March dabei!

Dieses Bild könnt und solltet ihr auch bei euch in den sozialen Medien veröffentlichen und in der Bildbeschreibung euren Freunden erklären, warum ihr das macht. Natürlich könnt ihr auch auf diesen Artikel verlinken, darüber würde ich mich sogar sehr freuen.

Teilt, liked, kommentiert, shared und was es sonst noch gibt, positive und fordernde Berichterstattung der Presse über die COP21, damit die Redaktionen merken, dass auch die Berichterstattung über die Klimakonferenz Klicks bringt und sie so vielleicht intensiver darüber berichten.

Nutzt auf Twitter den Hashtag #COP21 und #COP21Paris um eure Meinung kundzutun. Vielleicht kommt es dadurch ab und an in die Trends.

Du bist Blogger? Dann nimm bei der Blogchallenge teil und mache deine Leser auf die COP21 aufmerksam! Egal ob du regulär über Umweltthemen berichtest oder nicht!

Berichterstattung

Hier könnt ihr die COP21 verfolgen

http://www.klimaretter.info/ – Sind mit einem Team vor Ort, das durch Spenden finanziert wurde und sehr aktuell und ausführlich berichtet.

https://blog.wwf.de/ – Wollen angeblich auch regelmäßige Blogeinträge veröffentlichen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen – Die Süddeutsche berichtet sehr intensiv über den Klimagipfel.


Was man über GMO wissen sollte

Geschrieben von: am: 1. Dezember 2015

Jeder kennt es, und man hört es oft: Das Schlagwort GMO. Eines der wohl am meisten missverstandensten Begriffe der letzten Jahre. Doch was ist das ganze überhaupt und warum ist es so schlecht für die Umwelt und uns? Dieser Artikel soll ein wenig mit dem ganzen Thema aufräumen und die Fakten aufzeigen.

Was ist eigentlich GMO?

Viele Menschen kennen diesen Ausdruck und würden sagen: „Das ist doch klar, es geht um genetisch verändertes, für mich gefährliches, Essen/Pflanzen und leuchtende Katzen“ Doch das stimmt nicht. GMO steht für genetically modified organism und beschreibt erstmal jedes Lebewesen, jeden Organismus, der genetisch verändert wurde. Natürlich zählt hier auch das Gemüse oder andere Pflanzen rein, aber eben auch Bakterien, Viren, Tiere, und ja sogar Menschen. Das genetische Verändern wird bereits seit 100 Jahren durchgeführt, damals wurden die Organismen noch mit Strahlen beschossen, welche zufällige Mutationen auslösten und man schaute einfach, welche Mutationen nützlich sind und hat diese gezüchtet. Heute sind wir an einem Punkt von Transgenesis, bedeutet das Einführen von neuen Genen die aus bereits bestehenden Organismen extrahiert wurden. Damit ist natürlich viel mehr möglich und wie bei jeder neuen Technologie muss man sich  Fragen über Moral, Umweltverträglichkeit und anderes stellen.

In einer wissenschaftlichen Studie über die Meinung der Leute über GMO gaben über die Hälfte an, dass sie glauben, dass Tomaten denen Fisch-DNA Sequenzen eingepflanzt wurden auch nach Fisch schmecken würden. Natürlich ist dies nicht so. Die DNA ist viel mehr der Bauplan eines Organismus, der aus unzähligen Genen besteht. Ein Gen welches aus einem Fisch extrahiert wird, kann z.b. zuständig sein für die Umwandlung von Licht in einen bestimmten Stoff, aber völlig unrelevant für den Geschmack eines Organismus. Dieses Gen könnte natürlich auch einer Pflanze helfen das Licht besser zu verwerten. Denn die Natur ist nicht perfekt, sie spielt nur „Trial and Error“ über eine lange Zeit.

Transgenesis und Züchtung Unterschied

Durch Transgenesis (hauptsächlich mit GM-Food gemeint) werden Gene aus anderen Organismen in die der Pflanzen integriert. Dies können zum Beispiel Gene aus Bakterien oder Tieren sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Gene nur in Bakterien oder Tieren gefunden werden, sondern nur, dass man sie daher extrahiert. Es ist gut möglich, dass es von der Natur bereits bspw. Pflanzen gibt, die diese Gene bereits besitzen. Außerdem ist es möglich, dass die Natur bereits durch zufällige Mutationen einmal eine Pflanze erschaffen hatte, die diese oder ähnliche Gene besaß, wie die, die ihr durch Transgenesis hinzugefügt wurden. Diese könnten jedoch durch das Raster der natürlichen Selektion gefallen sein, weil diese Mutationen der Pflanze keinen Vorteil einbrachten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für die Transgenesis, zum Beispiel ist es möglich einfach mit einer Genkanone (heißt wirklich so) die entsprechende Sequenz die man haben möchte einfach so lange auf die Zellen zu schießen, bis diese das Gen annehmen. Eine zweite Möglichkeit wäre es Bakterien oder Viren so zu modifizieren, dass diese den Organismus befallen, das Gen in die DNA einpflanzen (das machen immerhin viele Vertreter davon von Natur aus schon) und dann absterben. Natürlich gibt es auch viele weitere Möglichkeiten.

Beim Züchten werden zufällige (für unsere Zwecke positive) Mutationen weitervererbt, andere werden verworfen. Bei den zufälligen Mutationen werden jedoch auch andere Gene mutieren. Diese müssen nicht sofort Auswirkungen zeigen, sondern können eine gewisse Zeit brauchen. Das Züchten ist ebenfalls eine Art von genetischem Verändern! Hier übernimmt der Mensch die Rolle der natürlichen Selektion und entscheidet, welche Eigenschaften als positiv und welche als negativ anzusehen sind. Dann werden solange neue Generationen gezüchtet und selektiert, bis man die gewünschte Veränderung erreicht hat. Ein bekanntes Beispiel zum Züchten ist der Mais. Seine heutige Form ist erst durch Eingriff des Menschen entstanden.

Ist es nun zwingend sicherer zu Züchten statt Transgenesis zu benutzen? Nein, denn die Transgenesis muss per Gesetz streng kontrolliert werden, damit das Endprodukt auch wirklich sicher ist. Die zufälligen Mutationen die während der mehrgenerationalen Züchtungsphase entstehen müssen und können gar nicht kontrolliert werden. Es ist viel wahrscheinlicher, dass eine zufällige Mutation aus dieser Phase negative Eigenschaften eines Organismus auslösen würde, als die Transgenesis. (Vorausgesetzt die durch Transgenesis eingefügte Eigenschaft ist nicht per se schon schlecht.) Zu der Sicherheit kommen wir jedoch gleich noch mal separat.

Ohne Eingreifen des Menschen in die genetische Entwicklung vom Mais, gäbe es folgende Entwicklung nicht (links früher, rechts heute):

Teosinte
© John Doebley – Wikimedia Commons

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Petitionenliste 03.11.2015

Geschrieben von: am: 3. November 2015

Eine kleine Liste von Petitionen, die unserer Meinung nach ihre Unterstützung erhalten sollten.

Feuer in Indonesien: Kein Palmöl auf Torf! Keine Plantage für PEAK!

Frau Merkel, retten Sie diese Wälder. Stoppen Sie Biodiesel!

Trophäenjagd muss aufhören

Premierminister Cateriano: Retten Sie die Sierra del Divisor

Internationales Olympisches Komitee: Urwaldzerstörung stoppen

 


Fossil Fuel Divestment Bewegung

Geschrieben von: am: 15. Oktober 2015

Divestment ist das Gegenteil von Investment, also das Abziehen von Geld aus Anlagen. Die Fossil Fuel Divestment Bewegung ist die am schnellsten wachsende Divestment Bewegung aller Zeiten, sie fordert das Abziehen des Geldes aus Anlagen die das Geld für Kohle, Öl oder Gas benutzen. Also beispielsweise aus den deutschen Firmen RWE und EnBW.

Es wird geschätzt dass weltweit 82% der bereits bekannten Kohlevorkommen, 49% der Gasvorkommen und 33% der Ölvorkommen im Boden bleiben müssen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Unterdessen suchen die Firmen nach immer mehr Vorräten dieser Brennstoffe, welche natürlich ebenfalls nicht mehr gefördert werden dürften um dieses Ziel zu erreichen.

Doch auch ein finanzieller Aspekt gibt dieser Divestment Bewegung viel Nachdruck: Die Firmen haben über Jahre hinweg einen riesigen Gewinn mit diesen fossilen Brennstoffen erwirtschaftet, das hat die Anleger natürlich freudig in diese Unternehmen investieren lassen, sodass viele der weltweit wertvollsten Unternehmen jetzt eben diese Firmen aus dem fossilen Brennstoffbereich sind. Unabhängige Studien belegen dass 40 bis 60% dieser Werte durch weltweit strengere Regelungen zur Umweltverschmutzung vernichtet werden könnten. Einige solcher Regelungen sind wohl auf der diesjährigen UN Klimakonferenz in Paris zu erwarten. Zusätzlich zu dieser Gefahr werden die Preise von Strom aus erneuerbaren Energien immer konkurrenzfähiger auf dem Markt und die Preise für Kohle, Öl und Gas schwanken in den letzten Jahren stark. Wer also in diesen Sektor investiert, hat oft unwissentlich eine ziemlich hohe Gefahr für Verlust in den nächsten Monaten/Jahren.

Das Projekt Go Fossil Free koordiniert weltweit Aktionen/Petitionen um Firmen, Organisationen und alle die in den fossilen Bereich investiert haben dazu zu bringen ihr Geld abzuziehen. Das ganze verläuft ziemlich erfolgreich, doch es sind noch zahlreiche Kampagnen offen, in denen noch keine Zusage kam.

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Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 ist es soweit: Die 2015 UN Klimakonferenz in Paris. Zu diesem Anlass wurde eine Aktion ins Leben gerufen die der Divestment Bewegung etwas mehr Schub verleihen soll. Ein Aufruf an die weltweit größten Banken, diese Bewegung zu unterstützen und Geld aus den Anlagen abzuziehen. Do The Paris Pledge handelt dabei hauptsächlich um das Divestment aus Kohle und wird unterstützt von namhaften Organisationen wie Avaaz, Greenpeace und vielen weiteren. Laut Statistik ist die Deutsche Bank auf Platz 10 der Banken die weltweit am meisten Geld in Kohle investieren.

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WWF Palmöl Check 2015

Geschrieben von: am: 8. Oktober 2015

2013 war der letzte Palmöl Check vom WWF. Nun hat die Organisation eine neue Version für 2015 vorgelegt. Bei diesem Check werden nun also deutsche Unternehmen auf ihre Palmöl Politik untersucht. Dabei kann man durch verschiedene Handlungen, welche vom WWF als ökologisch richtig angesehen werden, Punkte sammeln und wird dann in einer Liste von Gut bis Schlecht einsortiert. Da dies nicht der erste Check ist, kann man natürlich einen Vergleich zu 2013 ziehen und dabei erkennt man:

Die Zahl der Unternehmen die 100% zertifiziertes Palmöl nutzen hat sich seit 2013 verdoppelt. Insgesamt hat sich die Lage beim Palmöl also in deutschen Unternehmen verbessert. Allerdings gibt es auch schwarze Schafe (beziehungsweise ganze Industriezweige), bei denen es nicht so gut läuft. Hier nennt der WWF zum Einen die deutsche Pharmaindustrie, in der gerade einmal 12% zertifiziert sind. Und die deutsche Futtermittelindustrie. Hier ist der Anteil gerade mal bei traurigen 1%.

Den gesamten Report kann man sich hier ansehen: WWF Palmöl Check 2015

Wir können euch nur empfehlen, dass ihr euch diesen Report mal anseht und die schlecht abschneidenden Firmen in Zukunft etwas meidet.