Dichter Verkehr in Paris

Luftqualität in Städten verbessert sich durch Corona-Maßnahmen

Ich möchte zuerst betonen, dass ich hier auf keinen Fall die Corona-Krise romantisieren möchte, bloß um positives für den Umwelt- und Klimaschutz daraus zu ziehen.

Jedoch hat Focus Online letzte Woche einen viel beachteten Artikel veröffentlicht, in dem sie behaupteten, Dieselfahrverbote seien unnötig, weil sich in ein paar Straßen in Stuttgart die Luftqualität trotz der Corona-Maßnahmen nicht verbesserte.

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Dabei haben sie sich einige wenige Messpunkte ausgesucht und ganz schön verallgemeinert. Es mag an diesen Punkten so sein, dass der Autoverkehr nicht der Hauptschuldige ist. Dann muss man weiter analysieren, wie man die Situation verbessern kann. Denn die Grenzwerte dienen ja hauptsächlich unserer Gesundheit und erst nachrangig sind es Klimaschutz- oder Umweltschutzmaßnahmen. Stuttgart besitzt aufgrund ihrer Kessellage sowieso eine besondere Problematik bei der Luftqualität.

Aus wissenschaftlicher Sicht kristallisiert sich hingegen heraus, dass die strengen Ausgangsbeschränkungen weltweit zu einer Verbesserung der Luftqualität geführt haben. Je nach Stadt und Region unterschiedlich.

Luftqualität in Städten verbessert sich durch Corona-Maßnahmen
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Die Universität von Toronto hat ein Paper veröffentlicht, in dem sie die Luftqualität (ein Index aus mehreren Luftqualitätswerten) großer Städte weltweit verglichen, die Ausgangsbeschränkungen beschlossen haben. Dabei hat sich die Luftqualität zwischen 20 und 40 % verbessert.

Auch die Europäische Umweltagentur befasst sich mit der Thematik und hat festgestellt, dass vor allem die Stickstoffdioxid-Belastung (NO₂) in europäischen Städten heruntergegangen ist (zwischen 21 und 55 %).

Währen Feinstaub (PM2.5 ) nicht signifikant zurückgegangen ist. Was erwartbar war, da der Individualverkehr nicht der größte Feinstaubverursacher ist und die Fahrverbote wegen der NO₂-Belastung ausgesprochen wurden.

Eine Verkehrswende wäre also weiterhin wünschenswert, egal was der Lobbyartikel des Focus behauptet.


Quellen: EEA(1), EEA(2), University of Toronto |Titelbild (Verkehr): jplenio


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