Alles gute zum Geburtstag Mohamed

Herzlich willkommen auf unserer schöne Erde lieber Mohamed, zumindest ist das mit die größte Wahrscheinlichkeit, dass das 7.000.000.000ste Kind auf der Erde Mohamed heißt. Dieser ist nämlich einer der beliebtesten Vornamen derzeit auf der Welt.

Aber warum gerade heute? Nun, die UN hat den 31.10.2011 zu dem Tag erklärt, an dem der sieben milliardste Mensch das Licht der Welt erblickt. Laut ihren Hochrechnungen ist das der wahrscheinlichste Tag dafür. Ich habe viele Artikel gewälzt für diesen Blogeintrag, in den Meisten wird erwähnt, dass die Welt irgendwann an eine Menschengrenze stößt und wir nicht mehr so schnell wachsen sollten, wenn wir nicht wollen, dass das System kollabiert.

Ganz Europa und die USA haben einen Geburtenschnitt von weniger als 2,1 Kindern pro Frau, dies bedeutet, dass wir schon rückläufige Bevölkerungszahlen haben. Wohingegen bildungsferne Länder (durchschnittlich!) über 5 Kinder pro Frau haben. Die Lösung dafür ist dann natürlich naheliegend für Journalisten und Wissenschaftlern. Wir müssen die Geburtenraten in Afrika, Südamerika, Asien und Co senken. Ein Mittel dazu ist natürlich Bildung, vor allem die Bildung der Frauen soll vorangetrieben werden.

Doch ich sehe das äußerst kritisch. Die Bildungsfernen Länder und deren vielen Einwohner sind überhaupt nicht das Problem, dass die Erde womöglich nicht mehr für uns alle ausreicht. Im Gegenteil.
Wenn man sich die Grafik auf Wikipedia der Bevölkerungswachstum und die des Ökologischen Fußabdruckes je Einwohner ansieht, erkennt man ein deutliches Bild.

Wie man sieht, sind die Grafiken spiegelverkehrt. Die Länder mit den niedrigsten Geburtenraten haben den größten Fußabdruck. Man stelle sich vor, knapp 1 MRD Afrikaner und 4 MRD Asiaten haben unseren Fußabdruck, weil sie jetzt vollen Zugang zu Bildung besitzen und dadurch die Industrialisierung vorangetrieben haben und jetzt in einem vergleichbaren Wohlstand wie wir leben.

So leid es mir tut, stand jetzt brauchen wir die Armut auf der Welt, damit das ökologische System nicht vollständig zusammenbricht.

Wie viele Menschen hält die Erde nun aus?
Nun stellt sich natürlich die Frage, wie viele Menschen die Erde überhaupt verträgt, bevor alles zusammenbricht. Heute schon herrscht eine unglaubliche Ausbeutung der Natur. Regenwald wird gerodet um Weideland oder Biosprit herzustellen. Meere sind leergefischt und Unmengen an Wasser sind durch den Rohstoffabbau (wie Gold) vergiftet.

Doch ab welcher Bevölkerungsgröße die Erde nicht mehr kann, darüber streiten sich die Gelehrten. Vor einigen Jahrzehnten hieß es, die Weltbevölkerung soll nicht über 1 MRD gehen, andere Wissenschaftler sprechen sogar von 1 BIO möglichen Menschen.

Ich kann es leider auch nicht beantworten, aber ich bin auf eine interessante Zahl gestoßen:

Der Kalorienverbrauch aller Ameisen entspricht dem von etwa dreißig Milliarden Menschen und ihre Biomasse ist viermal größer als unsere. Wenn sie Menschen wären, so würden wir in ihrem Abfall ersticken. Ameisen sind schlicht effektiver als wir.

Auch wenn die Zahlen vielleicht nicht hundertprozentig stimmen und nur eine Schätzung sind, stimmt es, dass wir Menschen sehr ineffektiv mit unseren Ressourcen und Möglichkeiten umgehen. Das größte Problem was ich für die Zukunft sehe ist, dass die Politik und Gesellschaft erst handelt, wenn es zu spät ist. Eine Strukturveränderung unserer Gesellschaft zu mehr Effektivität dauert lange und die Weichen müssen frühestmöglich gestellt werden.
Dass es schon tolle Konzepte gibt, habe ich in den Zukunftswochen schon angeschnitten und es werden sicherlich noch einige Beiträge folgen.

Trotzdem wünsche ich dir ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Leben liebes sieben milliardste Kind. Vielleicht wirst du ja mal für die gute Sache kämpfen oder eine Lösung für all unsere Probleme entdecken.

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert
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