Centstücke

EU-Kommission denkt über Abschaffung von 1- und 2-Cent Münzen nach

Meistens verstopfen sie den Geldbeutel und wenn man passend zahlen will, erhöht es den Bezahlvorgang an der Kasse immens. Die Rede ist von Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

Die EU-Kommission hat nun einen Vorschlag eingereicht, welcher zur Abschaffung dieser beiden Centstücke beitragen würde.

An der Kasse soll es einheitliche, gesetzliche Rundungsregeln geben. So könne immer auf 5 Cent-Schritten gerundet werden. Da bei 1,2,6,7-er Schritten abgerundet und bei 3,4,8,9-er Schritten aufgerundet wird, gleichen sich die Beträge bei durchschnittlichen Einkäufen aus, sodass man normalerweise weder profitiert, noch benachteiligt wird.

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In vielen Ländern wurde das mit der Einführung des Euros schon freiwillig praktiziert. Beispielsweise wird in Frankreich, Niederlanden und mittlerweile auch in Belgien, Italien und Irland gerundet.

Daraus ergeben sich einige Vorteile: Der Handel muss die Münzen nicht mehr aufwendig beschaffen oder einlösen. Die Banken müssen die Münzen nicht mehr vorrätig haben und die Bundesbanken sparen sich den Druck dieser Münzen, was zu großen Ressourceneinsparungen führen könnte.

Münzen sind Aufgabe der Euro-Länder. Jedes Land darf, vereinfacht gesagt, so viele Münzen drucken, wie es möchte. Nur bei Scheinen gibt es Limits und Absprachen. Da die Münzprägung relativ teuer und aufwendig ist, besteht eher nicht die Gefahr, dass sich ein Land durch die Münzprägung große Vorteile in der Währungsunion verschafft.

Auch wenn die 2-Euro-Münze einen relativ hohen Geldschöpfungsgewinn besitzt, ist sie zahlenmäßig die am wenigsten geprägte Münze (4,8 % Anteil). Wohingegen 48 % der im Umlauf befindlichen Münzen 1- und 2-Cent-Stücke sind, obwohl sie nur 3,1 % des Umlaufwerts besitzen.

48 % der im Umlauf befindlichen Münzen sind Ein- und Zwei- Cent Stücke. sie besitzen aber nur 3,1 % des Nennwerts
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Grafik-Korrektur: Nennwert soll Umlaufwert bedeuten.

Genauer gesagt sind 60,5 Milliarden Ein- und Zwei-Cent-Stücke derzeit im Umlauf. Alleine die Deutsche Bundesbank musste letztes Jahr eine Milliarde Ein- und Zwei-Cent Münzen nachprägen.

Da die Ein-, Zwei- und Fünf-Cent Münzen aus Stahl und Kupfer bestehen, ist das ein nicht unerheblicher Rohstoffverbrauch von relativ energieintensiven Ressourcen.

Die hohe Anzahl der kleinen Münzen liegt vermutlich daran, dass viele davon in Sparbüchsen, Gläsern und anderen Gefäßen gelagert werden, weil man sie nicht herumschleppen möchte. Auch Banken nehmen sie nur noch sehr ungern an, weil der logistische Aufwand von kleinem Münzgeld sich nicht mehr rechnet.

Wer den Cent ehrt und schlimmstenfalls noch bunkert, verschwendet also Ressourcen.


Quellen: Tagesspiegel, Wikipedia | Titelbild (Cent-Münzen): betexion


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