Bilanz Update #20 – Organisationswechsel

2018 war wohl das beste Blog2Help-Jahr seit Gründung Ende 2008. Zum einen haben die Spendenklicks der Spendenbox einen großen Sprung gemacht. Zum anderen hat sich mein Engagement in den sozialen Medien ziemlich gelohnt.

Dadurch, dass ich fast täglich ein Bild mit einer Umwelt-News veröffentliche, erreicht Blog2Help über Instagram und Facebook circa 25.000 Menschen in der Woche! Das ist aber mit mehr Arbeit verbunden, als ich dachte. Weshalb auch die Blogeinträge ein bisschen leiden.

In diesem Beitrag wird es ein Statistikupdate zu den Spendenklicks geben. Ein Finanzupdate, mit aktueller Spende. Außerdem die Ankündigung und Gründe zum Organisationswechsel in der Spendenbox.

58.527 Spendenklicks im Jahr 2018

Durchschnittlich 160 Klicks sind am Tag im Jahr 2018 in der Spendenbox zusammengekommen. So wurde ein neuer Jahresklickrekord aufgestellt, der den 2017 knapp aufgestellten um circa 14.000 Klicks übertrifft.

Spektakulär ging es auch in 2019 weiter. Nur in vier von vierzig Tagen kamen weniger als 200 Klicks zusammen. Wenn das dieses Jahr so weitergeht, wird der Rekord bei ~84.000 Klicks liegen. Eine ziemlich Hausnummer.

Balkendiagram Spendenklicks 2012-2018 inklusive Hochrechnung 2019

132 Bäume über OroVerde gepflanzt

Seit der letzten Bilanz sind durch die Spendenbox 132 Bäume über OroVerde im Projekt Baum für Baum zusammengekommen. Für I Plant a Tree sind 32 Bäume zusammengekommen. Allerdings haben die gerade kein offenes Projektgebiet, sodass ich hier nicht spenden konnte.

Die 132 Euro für OroVerde habe ich gerade überwiesen. Der Nachweis ist wie üblich unter den Spendennachweisen zu finden!

Neue Spendenorganisation

Aus persönlichen Gründen habe ich die bisher beiden Spendenorganisationen OroVerde e.V. und I plant a Tree ausgetauscht. Das hat nichts mit den bisherigen Organisationen zu tun, die leisten hervorragende Arbeit. Ich bin jedoch in Madagaskar persönlich mehr involviert und sehe mich zukünftig auch das ein oder andere mal vor Ort helfen. Da möchte ich die Leute, die das jetzt schon machen, so viel unterstützen wie nur möglich.

Dazu wird das Geld der Spendenbox zukünftig an Green Again Madagascar gehen. Dies ist keine klassische Organisation, sondern eine Idee, die ganz pragmatisch von meinem Bekannten Matt umgesetzt wurde.

Bei meinem Madagaskar-Projektaufenthalt waren wir zwar oft im Regenwald unterwegs, haben aber auch in der Stadt Workshops gegeben. Dort gab es eine Kneipe, in der ich Matt traf. Matt ist ein US-Bürger, der die Schnauze voll hatte und nach Madagaskar ausgewandert ist.

Einer meiner Lieblingsanekdoten ist der eine Abend, an dem ich meinte, ich geb jetzt bis Ladenschluss alles auf unserem Tisch aus. Die Ranger und unsere madagassischen Freunde haben ganz schön reingehauen. Es fließ Rum in Strömen 😀

Als die Rechnung kam, musste ich kurz schlucken. Denn 250.000 Ariary zahlt man dort nicht so oft. Der größte Schein ist nämlich 10.000 Ariary. 300 – 500 Ariary kostet in etwa ein gutes Mittagessen. Trotzdem war es lächerlich wenig. Zu dem Zeitpunkt waren 250.000 Ariary circa 70 € wert. Ein geiler Abend.

Das müsste der legendäre Abend gewesen sein. Waren in meiner Erinnerung aber mehr Menschen 😀

Immer wenn ich Matt traf, erzählte ich ihn, dass ich unbedingt mehr machen möchte. Er meinte auch, dass er versucht wirklich vor Ort zu helfen. Wenige Monate nach meinem Aufenthalt hatte er alle Kontakte vor Ort soweit zusammen, dass er Green Again Madagascar gründete.

Das Green Again Madagascar Konzept

Matt hat mit seinem Projekt in den ersten Jahren ein Gebiet aufgebäumt, das vorher durch einen Waldbrand zerstört wurde. Dort lernte er, wie er die madagassischen Menschen organisieren kann, wie die Bezahlung aussehen muss, welche Baumarten sich eignen und wie man mit Rückschlägen umgeht. Denn ein Teil des Waldes ist kurze Zeit später wieder abgebrannt und musste erneut aufgebäumt werden.

Doch Matt wollte mehr und so entwickelte er eine sehr innovative Methode der Entwicklungshilfe. Über seine Homepage Green Again Madagascar vermittelt er Bronze, Silber, Gold und Platin-Mitgliedschaften. So kommt ein monatlicher „Pflanzpott“ zusammen.

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Dörfer und Grundstücksbesitzer können nach Erfüllung einiger Kriterien an dem Programm teilnehmen. So müssen sie selbst entscheiden, wie viele Bäume sie in dem Monat pflanzen können. Am Ende erhalten Sie anteilig von ihrem Pflanzeinsatz den prozentualen Anteil an dem Pott. Bisher klappt das Konzept ganz gut, da ja die Gefahr bestehen würde, dass sich ein Dorf übernimmt. Bisher ist jede Aktion mit einem Plus beendet worden, sodass die Dorfbewohner neben einem anständigen Lohn auch das restliche Geld noch in Infrastrukturmaßnahmen investieren konnten.

9 Dörfer partizipieren bisher von dem Programm. Ein Baum hat bis jetzt im Schnitt 80 US-Cents gekostet. Deshalb habe ich circa 72 Eurocent dafür angesetzt. Was bei einem Spendenklick, der auf 0,3 Cent beziffert ist bedeutet, dass 240 Klicks in der Spendenbox ein Baum sind. Wenn wir also die prognostizierten Klicks in der Spendenbox schaffen, pflanzen wir 353 Bäume im Jahr. Außerdem werden dadurch Jobs in Städte gebracht, die so gut wie keine Wertschöpfung besitzen.

Das Pflanz-Einzugsgebiet

Ich könnte jetzt noch so viel schreiben, aber das lager ich beizeiten in einen anderen Blogbeitrag aus. Ich hoffe nur, dass ich mir bald mal vor Ort ein Bild von der Arbeit machen kann. Nur fällt mir noch kein schlaues Konzept ein, wie ich das finanzieren könnte, ohne dass es „nur“ ein Urlaub wird.

Werbung buchen

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass ich sehr froh wäre, wenn der Werbeplatz in der Spendenbox gebucht werden würde. Es würde mich nicht nur finanziell entlasten, sondern auch ein bisschen mehr motivieren, wenn ich „nur noch“ Zeit und nicht auch noch eigenes Geld in Blog2Help stecken müsste 🙂


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