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Wenn du dich von “OK, Boomer” angegriffen fühlst, dann vermutlich zu Recht!

Zurzeit gibt es viele Diskussionen um den Ausdruck “OK, Boomer”. Dieser wird bei Internetdiskussionen unter Aussagen der sogenannte Baby-Boomer-Generation gesetzt (zur Entstehungsgeschichte).

Viele konservative und dummdödel Medien (ja, Springer Verlag, das geht an euch) interpretieren das schon als Generationenkrieg. Dabei ist es einfach nur ein Ausdruck dessen, das sämtliche Argumente gegen eine zukunftsfreundlichere Politik schon mehrfach ausdiskutiert wurden und einfach keiner mehr Bock hat auf die immer selben Argumente der Ewiggestrigen einzugehen.

Jetzt ist wohl der Punkt gekommen, an dem alle Argumente weitestgehend ausgetauscht wurden und entweder wurde man von den Jugendlichen überzeugt, oder man hält halt an seinen alten Ansichten fest. Dann erntet man zukünftig eben ein “OK, Boomer”.

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Es ist ein wenig so, wie die Leute, die sich erschüttert zeigen, dass jemand der Naziansichten auf Facebook äußert, dann tatsächlich Nazi genannt wird, um dann zu sagen “man darf ja gar nichts mehr sagen”. Wenn du einfach nur konservativ bist, aber nicht wie ein Nazi denkst, brauchst du dich auch nicht angegriffen fühlen. Warum tun es viele trotzdem? (Ich hab keine Ahnung, warum)

Wenn Du Baby-Boomer-Argumente bringst, musst du damit leben, dass dich jemand mit “OK Boomer” abkanzelt. Wenn du in der Baby-Boomer-Generation angesiedelt bist, aber nicht ewiggestrig denkst, dann musst du dich auch nicht angegriffen fühlen. Tust du wahrscheinlich auch nicht.

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Wenn ich kurzfristig bei dem Geburtstag meiner Mutter absage und sie mir “typisch Generation Y” an den Kopf wirft, dann hat sie damit einfach recht. Da fühle ich mich nicht angegriffen. Jedoch auch, weil ich mich nicht als “typisch Generation Y” fühle. Schließlich engagiere ich mich, arbeite wie verrückt und halte eigentlich Termine ein und drück nicht immer nur auf “vielleicht” bei Partyeinladungen 🙂 Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass manche Klischees einfach stimmen.

Aber, das ist ein Totschlagargument

Man kann nicht kritisieren, dass man mit einem Totschlagargument abgekanzelt wird, wenn man vorher schon Totschlagargumente bringt. Denn nichts anderes sind die Kommentare, auf denen mit “OK, Boomer” geantwortet wird.

Typische Boomer Argumente in Diskussionen

  • Aber Deutschland (Amerika, China, Frankreich usw.) können die Welt nicht alleine retten!
  • Ihr vernichtet Arbeitsplätze!
  • Ihr seid zu jung und naiv um die Lage zu kapieren!
  • Ihr übertreibt es mit euren Katastrophenszenarien!
  • Wer soll das alles bezahlen?
  • Ihr lasst euch vor den Karren der Ökolobby spannen!
  • Das bisschen CO2 hat doch gar keinen Einfluss auf das Klima!
  • Klimawandel gab es schon immer!
  • Ihr wollt doch nur mehr Steuern zahlen!

Alles Argumente, die man einzeln leicht zerlegen kann und die schon tausendfach zerlegt wurden. Trotzdem tauchen sie immer wieder auf. Auffälligerweise immer von den gleichen Leuten. Wenn man auf ihre Facebook- oder Twitterprofile schaut, sind dort ständig die selben Muster zu erkennen. Hauptsächlich ältere Männer, die Fakenews-Seiten teilen, die die Grünen hassen und in ihrem Leben mäßig erfolgreich waren.

Das es mittlerweile nicht mehr en vogue ist, Flüchtlinge zu hassen, musste man anscheinend weiterziehen und sich einen neuen Gegner suchen.

Also ja, wenn du auf solche Argumente “OK, Boomer” zurückgeschmettert bekommst, solltest du einfach froh sein, dass die junge Generation das noch so humorvoll nimmt.

Denn dafür, dass ihr euch anscheinend lieber für einen ruhigen Lebensabend auf dem Kreuzfahrtschiff entscheidet (sorry, polemisch), als dass ihr die Sorgen eurer Kinder, Enkel und Großneffen/nichten ernst nehmt, ist “OK, Boomer” doch noch eine recht harmlose Bezeichnung.

Und ja, meine Generation (ich bin jetzt 31), die hauptsächlich durch die Welt gejattet ist, muss sich auch alle Kritik gefallen lassen. Mich würde nicht wundern, wenn es dazu auch bald einen eigenen Ausspruch geben würde.

Da ich da aber nicht mitgemacht habe, können die Jugendlichen meine Generation gerne hassen. Ich wüsste nicht, warum ich mir persönlich dann den Schuh anziehen sollte. Und die Punkte, die stimmen, nehm ich mir einfach zu Herzen.

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Wenn man vor Ort in Umweltschutz- und Klimaschutzgruppen ist, dann arbeiten dort sowieso alle Generationen zusammen und es wird sich nicht aufgrund des Alters eine Meinung gebildet. Sondern aufgrund des einzelnen Verhaltens und seiner Positionen. Dort fühlt sich sicher keiner von “OK, Boomer” beleidigt, weil sie wissen, dass sie nicht gemeint sind.

Ob Boomer oder nicht, am 29.11.2019 findet der nächste globale Klimastreik statt. Generationenübergreifend geht es dann wieder für eine lebenswerte Zukunft. Ziemlich sicher auch in deiner Nähe!


Titelbild (Demo): LeoSch


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