Ein Plakat von Donald Trump an einer Hauswand auf der "NOPE" steht

TrumpForest: 10 Mrd. Bäume gegen den Ausstieg aus dem Parisabkommen

Mit dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat Trump für einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um das 2°C – Ziel gesorgt. Zum Glück gibt es zahlreiche Menschen in den USA, die mit der Klimapolitik des gewählten Präsidenten nicht zufrieden sind und deshalb die gesteckten Ziele selbst in die Hand nehmen.

Viele Bundesstaaten haben schon zugesagt, sich trotzdem an das Pariser Klimaschutzabkommen zu halten. Auch große Unternehmen wie Google und Apple wollen die Ziele eigenständig verfolgen. Mit der vor kurzem gestarteten Pflanzaktion TrumpForest gibt es nun auch eine sehr kreative Form des Protestes.

10 Milliarden Bäume werden benötigt

Vor allem die Abkehr der erneuerbaren Energien und der Ausbau der Kohleaktivitäten hat mindestens einen CO2-Ausstoß von 870 Millionen Tonnen pro Jahr zufolge. Dieses CO2 wäre eingespart worden, wenn Obamas Energiepolitik weitergeführt worden wäre. (Quelle: US-Regierung, bis Trump die Seite offline nehmen lässt).

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Um diese Klimapolitik auszugleichen haben die Macher der Aktion ausgerechnet, dass es 10 Milliarden Bäume benötigen würde um das CO2 (dauerhaft) zu speichern. Dies entspräche einen Wald in etwa der Größe des Bundesstaats Kentucky. Oder um in Deutschland zu bleiben: Ungefähr Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Pflanzen und melden

Das ganze ist als “Crowdfunding-Projekt” angelegt. Wer also nicht mit der Klimapolitik des US-Präsidenten einverstanden ist, soll nun aus Protest einen Baum pflanzen oder pflanzen lassen.

Diesen könnt ihr auf der Webseite trumpforest.com einfach melden in dem ihr entweder eine Rechnung eures Baumarktes für den Kauf eines Baumes einreicht oder die Spendenquittung der jeweiligen Organisation hochladet. Die Pflanzungen werden nach einer Überprüfung in der Landkarte markiert und natürlich gibt es auch einen Baumzähler.

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Die Macher selbst verdienen daran kein Geld. Weder mit dem vermitteln der Spenden noch anderweitig. Trotzdem bietet die Seite eine Spendenmöglichkeit an. Empfohlen wird das Eden Reforestation Project, welches vermutlich deshalb ausgewählt wurde, weil diese unschlagbar günstige Preise für Bäume anbieten können.

So werden schon für 15$ 150 Mangroven in Madagaskar gepflanzt. Aus persönlichen Gründen finde ich natürlich alles gut, das Madagaskar hilft. Man sollte jedoch bei solchen Baumpflanzprojekten schon auch darauf achten, dass die Bevölkerung vor Ort eingebunden wird und ein bisschen Diversität in die Pflanzungen hereinbringen.

Ein Mangrovenwald im Hintergrund. Im Vordergrund ein Fluß und eine vertrocknete Wiese.

Mangrovenwald

Deshalb empfehle ich wie gewohnt lieber etwas tiefer in die Tasche zu greifen und einen Baum über IPAT in Deutschland (~3€/Baum) oder OroVerde e.V im Regenwald (1€/Baum) pflanzen zu lassen. Was auch noch sehr akzeptable Preise für einen Baum sind. Vor allem, wenn man am Ende sicher sein kann, wirklich umfassen geholfen zu haben.

Aufmerksamkeit für den Klimaschutz

Bäume pflanzen ist eh immer gut. Durch diese Webseite haben es die Macher von Trumpforest aber auch geschafft, das Thema wieder ein bisschen mehr in die Öffentlichkeit zu tragen. Neben zahlreichen Berichten in “normalen” Medien wie der BBC oder die Deutsche Welle US macht auf Twitter auch der Hashtag #Trumpforest die Runde.

Bisher sind schon über 50.000$ an Spenden geflossen und 375.767 Bäume gepflanzt worden.

Wenn du auch aufbäumen willst, dann besuche Trumpforest.com und/oder nutze unsere Spendenbox. Ich werde die Bäume aber nicht eintragen lassen, da wir aufbäumen, egal wer wo Präsident ist 😀

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert
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