Pestizide und das Bienensterben

Spätestens nach der populären Dokumentation “More than Honey” ist das Thema Bienensterben mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bienen sind sehr wichtig für das Gleichgewicht der Natur und auch für die Landwirtschaft. Durch das Bestäuben von Pflanzen tragen sie einen enormen Teil dazu bei, dass der Kreislauf der Natur weitergeht.

Welche Rolle Pestizide beim Bienensterben spielen ist bis Dato noch nicht abschließend geklärt. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Chemikalien maßgeblich an dem Tod vieler Bienenvölker beteiligt sind.

Während Studien wie das “Deutsche Bienenmonitoring” davon ausgehen, dass Pestizide keine Auswirkungen auf Bienen haben, sehen das viele Studien ganz anders. Man muss vielleicht erwähnen, dass das Bienenmonitoring zur Hälfte von Pharmaunternehmen finanziert wird.

Am problematischsten sind laut diverser Studien Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide. Diese lösten 2008 nachweislich ein großes Bienensterben in der Region Oberrhein in Baden-Württemberg aus. Eigentlich hätte das Mittel Clothianidin der Firma Bayer CropScience direkt in den Boden gehen sollen. Leider ist etwas schief gelaufen und die Bienen der umliegenden Felder nahmen die Neonicotinoide auf und starben daraufhin in Massen. Die Chemikalie wurde zwischenzeitlich verboten, ist nun aber wieder auf dem Markt.

Andere Studien fanden heraus, dass diese Gruppe von Chemikalien den Orientierungssinn der Bienen stört. Bei Hummeln hat es die Auswirkung, dass sie weniger Königinnen zur Welt bringen. Sie sehen also, das wären schon komische Zufälle, wenn das nicht auf Neonicotinoide zurückzuführen wäre.

Protestaktionen

Daher fordern wir, dass diese Mittel bis zur 100%igen Sicherheit verboten werden. Wenn Sie auch für ein Verbot sind, gibt es derzeit gleich zwei Petitionen, die dieses Verbot unterstützen.

Campact-Protestaktion

Protestaktion von Openpetition

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert
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2 Gedanken zu „Pestizide und das Bienensterben

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