Die Landwirtschaft der Zukunft #2 @Zukunfts-Wochen

In der letzten Ausgabe der Zukunfts Wochen haben wir festgestellt, dass sich in der Zukunft schon alleine wegen der Rahmenbedingungen etwas in der Landwirtschaft ändern muss. Heute möchten wir uns mit einer anderen These befassen, nämlich, dass es in Zukunft möglich sein soll, die gesamte Erdbevölkerung mit Bio-Anbau zu ernähren.

Arbeitsintensive Landwirtschaft liefert höhere Erträge:

Aus dem Landwirtschaftsbericht von 2008 geht hervor, dass nicht nur die Landwirte mit vielen Maschinen große Erträge erwirtschaften, sondern es auch sinnvoll ist, viel Arbeitskraft in seine Felder zu stecken um höhere Erträge zu erwirtschaften.
So können Bio-Bauern durch den Einsatz von Fachkräften mit den Massenproduzenten durchaus mithalten oder sie sogar übertrumpfen. Das ist vor allem für ärmere Länder wichtig, da dort Arbeitskraft in Hülle und Fülle vorhanden ist.

Was ist überhaupt Biloandbau?

Biolandbau zeichnet sich durch mehrere Eigenschaften aus:

Gesunder Boden:
Chemische Düngemittel sind verboten. Gedüngt wird durch angepflanzte Düngepflanzen, die z.B Stickstoff liefern oder aber mit Tierdung.
Der Trend geht auch dazu, den Boden nicht zu sehr mit schweren Maschinen zu belasten, denn dort wo ein Traktor die Erde mit seinen Dicken reifen platt gedrückt hat, wächst so schnell nichts mehr.

Gesunde Pflanzen:
Schädlinge werden mit ihren natürlichen Feinden bekämpft und nicht durch die Chemiekeule. Außerdem wird durch kluge Saat der Ertrag gesteigert (Welche Pflanze passt zu diesem Standort am besten …)

Gesunde Tiere:
Die Tiere werden nur mit Öko-Pflanzen gefüttert, erhalten genügend Auslauf auf den eigenen Feldern und ist beschränkt.

Kann BIO-Landbau die Welt ernähren?

Laut diversen Studien, wie den Weltagrarbericht oder der Studie von Pretty and Hine, kann sie das, leider müssen dafür einige Voraussetzungen geschaffen werden. Im Durchschnitt braucht man zur Herstellung für 1 KG Fleisch, 7 KG Pflanzen, im Bio-Landbau vermutlich sogar mehr, da keine Antibiotika und dergleichen eingesetzt werden. In einer Welt, in der Land ein begrenztes Gut ist, ist das natürlich tödlich. Deshalb muss der Fleischkonsum deutlich unter 37 KG im Jahr liegen (Deutschland: 60 KG/Jahr). Ein guter Anfang ist dazu z.B der fleischfreie Donnerstag, aber es muss noch mehr werden.

Was den meisten noch weniger gefallen werden dürfte, Nahrung muss teuerer werden. Nur 11% unseres Einkommens haben wir 2009 für Nahrungsmittel ausgegeben, während es 1850 noch 61% oder 1975 23% waren. Qualität darf auch was kosten, das muss wieder in die Köpfe rein.

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2 Gedanken zu „Die Landwirtschaft der Zukunft #2 @Zukunfts-Wochen

  1. Da möchte ich jetzt mal meinen Senf zu abgeben:
    1. Wo ist der versprochene Beitrag zur Zukunft?
    2. Was ist Biloandbau? (siehe erste Frage)
    3. Der Abschnitt zu gesunde Tiere ist für mich unverständlich geschrieben.
    4. Diese Zahl mit 7kg Pflanzen für 1kg Fleisch sollte
    a) belegt (verlinkt) werden und
    b) bezieht sich meines Wissens nach auf Rinderfleisch. Hühnerfleisch z.B. benötigt “nur” 3kg Getreide je Kilogramm. (Quelle: Buch “Climate Wars”)
    5. “deshalb muss der Fleischkonsum deutlich unter 37kg im Jahr liegen”: interessant, aber warum gerade diese Zahl und worauf ist sie bezogen: Deutschlandweit? Europaweit? Weltweit?

    Sorry für die offene Kritik, aber soweit meine Meinung zu diesem Beitrag.

  2. Danke für die Kritik.

    1. Ok, vielleicht ist dieser Beitrag nicht so qualitativ hochwertig wie manch andere, das kann sein.

    2. Ich finde eine Definition gehört dazu, wenn ich die These aufstelle, dass in Zukunft alles durch Bio angebaut werden kann

    3. ok

    4. Ist aus der These entnommen: http://www.oekosystem-erde.de/html/zukunft-landwirtschaft.html
    b) Es hieß ja durchschnittlich, für eine Kuh braucht es mehr, für ein Hünchen weniger.

    5. 37 KG ist lt. der oben genannten Quelle der aktuelle Fleischkonsum pro Jahr auf der Welt (pro Kopf). Wir Deutschen liegen darüber die Afrikaner wohl darunter. Auf jeden Fall sollte er sinken, um die Biovision zu erreichen.

    Danke für die Kritik, ich werde sie mir so gut es geht zu Herzen nehmen.

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