Lange hat es gedauert, viel Schweiß ist geflossen, aber nun ist es endlich durch – das EU Gesetz gegen illegalen Holzeinfuhr.
Vom gesunden Menschenverstand ausgehend, ist ein Gesetz gegen illigalen Holzeinfuhr eigentlich nichts außergewöhnliches. Doch in der EU ist es das.
Laut einer WWF Studie stammen bis zu 19% des Holzes, welches in der EU verwendet wird aus illegalem Einschlag. Hauptsächlich aus den gefährdeten Regenwaldgebieten.
Ganze Landstriche werden abgeholzt, Urvölker vertrieben, Tiere und Pflanzen ausgerottet, nur damit wir uns z.B mit flauschigem Klopapier den Hintern abwischen können.
Als Verbraucher hat man bis Dato keine Chance herauszufinden, woher das Holz kommt, wenn der Hersteller das nicht möchte.
Gesetz ist durch:
Heute ist das Gesetz offiziell verabschiedet worden, dass Hersteller von Holzprodukten nachweisen müssen, dass das Holz, welches sie verarbeiten nicht aus illegalem Holzeinschlag stammt.
Kritik:
Natürlich gibt es bei so einem Gesetz auch Kritik.
Nina Griesshammer, WWF-Expertin für Forstpolitik und Tropenwaldschutz: „Höchst problematisch ist, dass nicht alle Holz- und Papierprodukte wie zum Beispiel Druckerzeugnisse wie Bücher und Magazine nicht unter die neue Regelung fallen und nach wie vor aus illegalem Einschlag stammen können. Das darf nicht so bleiben.“ Die WWF-Expertin kritisiert auch die lange Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes: „Das Gesetz gilt erst in 27 Monaten, bis dahin können sich die Holzkonzerne auf Kosten der Wälder und des Klimas weiter austoben.“
Fazit:
Ein später Schritt in die richtige Richtung. Aber es ist noch viel zu tun!