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Kommt ein Nashorn geflogen

Nashorn, fliegen, Helikopter, ausgeflogen, gerettet, umgesiedelt
Spektakuläre Nashorn-
umsiedlung per Luft.
Bild: Michael Raimondo / WWF

Heute wurde die neue Rote Liste der bedrohten Arten vorgestellt. Sie ist sowas wie ein Parameter, wie es zurzeit mit unserer Welt bestellt ist und es sieht gar nicht gut aus.

Rund ein Drittel der Arten sind derzeit vom Aussterben bedroht. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das 19.570 von 62.000 untersuchten Arten haben momentan ein großes Problem.

Den Tieren und Pflanzen macht so einiges zu schaffen, wie auch der treue Blog2Help Leser längst schon weiß. Regenwald wird abgeholzt, die Umwelt vergiftet, Konsum ist Trumpf und und und. Das alles schlägt sich natürlich auch auf die Artenvielfalt aus.

Die Versuche dem entgegenzuwirken sind lächerlich, das Jahr der Biodiversität, ausgerufen vom Bund höchstpersönlich ist verpufft und war wohl nur eine Imagekampagne um umweltbewusste Wähler zu bauchpinseln. Von wirklich nachhaltigen Aktionen keine Spur. Globale Aktionen gibt es immer seltener, die „Klima-Kanzlerin“ war mal und die Politik richtet derzeit ihr Augenmerk auf „wichtigere“ Dinge und das nicht nur in Deutschland.

Medienwirksame, sinnvolle Aktionen sind deshalb wichtiger denn je. So habe ich mich gefreut, gestern bei NTV in den Nachrichten Nashörner durch die Luft fliegen zu sehen.
Der WWF hat 19 Spitzmaulnashörner, welche auch auf der roten Liste stehen spektakulär per Helikopter in ein Schutzgebiet geflogen, um sie so vor Wilderer zu schützen. Das Horn des Tieres bringt auf dem Schwarzmarkt bis zu 500.000$, deswegen gehen Wilderer sprichwörtlich über Leben und Tod um an so ein Horn zu kommen.

Dass es sinnvoll ist, gefährdete Tiere in einem Schutzgebiet zu „züchten“ und sie später wieder auszusiedeln zeigt das Beispiel der 1996 (in Wildnis) ausgestorbenen Przewalski-Wildpferde. Diese wurden erfolgreich in einem Schutzgebiet gehalten um sie dann zur Wideransiedlung zu verwenden. Heute leben rund dreihundert dieser Pferde wieder in freier Wildbahn. Ab einer gewissen Population ist ein Aussterben trotz genügend vorhandenen Tieren nämlich vorprogrammiert. Denn die Tiere sehen sich nicht mehr um sich fortpflanzen zu können, bzw. sind sie ja auch wählerisch und das vorhandene Paarungsmaterial sagt ihnen womöglich nicht zu.

Natürlich wäre es besser, dass es erst gar nicht dazu kommt, dass man sie schützen muss. Doch dafür müsste der Mensch zu sehr umdenken und das könnte noch ein hartes Stück Arbeit werden. Gehen wir es an 😉

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

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