Vitoria-Gasteiz ist neue Umwelthauptstadt Europas

Ein ganzes Jahr war Hamburg die Umwelthauptstadt Europas. Jetzt wurde der Titel, mit einem Eichen-Baum als Staffelstab, an die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz weitergereicht. Der Titel der Umwelthauptstadt ist eingeführt worden, um einerseits umweltpolitische Bemühungen einer Stadt zu belohnen und weitere Aktionen voranzutreiben.

Im Hamburg wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Vor allem durch den Regierungswechsel, der dank Neuwahlen zustande kam, wurde viel Potenzial verschenkt.

Ein Hauptargument für den Titel war der geplante Bau einer Stadtbahn, die den Innenstadtverkehr deutlich verringern sollte. Da Hamburg eine hohe Schadstoffbelastung in der Innenstadt hat, wäre das bitter nötig gewesen.
Deswegen war auch eine Umweltzone geplant, in der Autos eine Maut zahlen hätten müssen, um sie befahren zu dürfen. Auch ein autofreier Tag war in Planung.
All das wurde unter den Tisch gekehrt.

Die eine oder andere Maßnahme wäre sicherlich nicht gut bei der Bevölkerung angekommen, doch berechtigt der Titel der Umwelthauptstadt, meiner Meinung nach auch mal unpopuläre Maßnahmen. Man hätte experimentieren, und als Vorreiter austesten können, ob die Kosten oder die Nutzen überwiegen. Ideen, wie eine Innenstadtmaut hätte man auch wieder fallen lassen können, wenn sie weniger bringen als gedacht.
So hat Hamburg die Chance verpasst, eine Vorreiterrolle einzunehmen und Europa zu beweisen, dass sie den Titel ernst nehmen.

Trotzdem war das Jahr besser als nichts, zum einen wurde die Recyclingquote (in Hamburg ist sie mit am schlechtesten in Deutschland) gesteigert und durch die Aktion “Mein Baum – meine Stadt” konnten 2.599 Bäume in Hamburg gepflanzt werden. Der 4 Mio. Euro teuere “Zug der Ideen” wurde im Nachhinein auch als Erfolg verbucht, nachdem er anfangs in großer Kritik stand. Dieser ist durch Europa getourt und hat versucht, den Besuchern ökologische Ideen nahe zu bringen.

Jetzt hat die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz die Chance, der Welt zu beweisen, dass sie es besser können. Für 2014 hat sich übrigens Frankfurt am Main für den Titel der Umwelthauptstadt beworben.

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert
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