Wald-Woche #3 – Brasilien kippt Waldschutz und bringt Amazonas Regenwald in Gefahr

Viel internationale Kritik hat sich Brasilien eingefangen, das ein wichtiges Waldschutzgesetz (von 1934) gekippt hat.

Dieses besagte, dass Grundbesitzer einen vorgeschriebenen Anteil ihres Waldes nicht entwalden dürfen.
Angesichts steigender Rohstoffpreise für Soja, die Rinderzucht oder auch für Spritherstellung wie Ethanol, was z.B dem Treibstoff E10 beigemischt wird, ist das Gesetz gelockert worden um die Profitgier von Unternehmen und Regierung zu stillen.
Der WWF hat das so kommentiert:

 

„Sechzig Prozent des Amazonas stehen auf brasilianischem Boden, er hat aber Bedeutung für die ganze Welt. Deshalb fordert der WWF den Senat und die Präsidentin Brasiliens auf, der Reform nicht zuzustimmen. Die biologische Vielfalt und das Weltklima brauchen den brasilianischen Regenwald.“

Die Reform sieht vor, dass mehr Wald für die Agroindustrie gerodet werden darf. Schon im Vorfeld der Abstimmung hatte die illegale Abholzung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen. Allein im April wurden in Brasiliens Amazonas 477,4 Quadratkilometer Regenwald gerodet, 85 Prozent davon verschwanden im Bundesstaat Mato Grosso. Im Vergleich zu März bedeutet dies einen rasanten Anstieg um 540 Prozent.

 

Was Sie tun können:
Natürlich hilft es immer beim Konsum auf Siegel zu achten (Altpapier, FSC Siegel, Öko etc..) aber in diesem Fall bitten wir Sie auch um die Unterstützung der Protestaktion von regenwald.org
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