Ausweitung des legalen Holzeinschlags im Amazonasregenwald

Die brasilianische Forstbehörde kündigte an, in den kommen fünf Jahren 11 Mio Hektar Regenwald zum Holzeinschlag freizugeben, angefangen mit den ersten 1 Mio Hektar bis Ende des Jahres. Bisher wurden lediglich 150.000 Hektar jährlich zum Einschlag freigegeben.

Die brasilianische Regierung hofft dadurch die weltweit steigende Nachfrage nach legal geschlagenem Tropenholz zu decken und reagiert damit ganz konkret

 

auf europäische Gesetzesänderungen im letzten Jahr, die eine lückenlose Rückverfolg
ung von Holzimporten in die EU forderten um den Raubbau auszubremsen. Ob das seitens der brasilianischen Regierung der richtige Weg ist, bleibt zu bezweifeln – aus 150.000 legalen Hektar pro Jahr werden
2,2 Mio Hektar pro Jahr. Das entspricht einer Steigerung von fast 1500% und wirft die Frage auf, ob hier illegaler Holzeinschlag nicht ganz einfach legalisiert wird, ganz im Sinne des maximalen Profits.
Wir denken, dass statt der Erweiterung von Einschlagkonzessionen viel eher ein verstärktes Kontrollsystem und eine entsprechende Ahndung von illegalen Holzfällungen einen Weg hin zu einer nachhaltigen Nutzung des Amazonasregenwaldes führen würden. Der Regenwald ist schließlich nicht nur eine riesige Rohstoffquelle, er ist auch unsere grüne Lungen. Und die brauchen wir dringender denn je. Als Verbraucher verzichtet man am besten ganz auf Tropenhölzer. Damit ist man auf der sicheren Seite und Alternativen gibt es genug.
Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert
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