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Impressionen von den Stuttgarter Frühjahrsmessen

Am gestrigen Donnerstag wurden die Stuttgarter Frühlingsmessen 2013 für eröffnet erklärt. Ich persönlich bin extra wegen der „Fair Handeln“ ins schöne Schwabenländle gereist, habe mir aber selbstverständlich auch alle anderen Hallen zu Gemüte geführt.
Deshalb gibt es im ersten Blogeintrag einen kleinen Überblick über alle Messen und im nächsten Eintrag gehe ich noch näher auf ein paar Firmen ein, die sich auf der Fair-Handeln präsentieren durften.

Fair Handeln

Einigermaßen pünktlich bin ich um 14:30 Uhr an der Messe Stuttgart angekommen. Hinter mir startet gerade ein Flugzeug, die Messe befindet sich nämlich in Wurfweite zum Airport. Komisches Bild für eine Nachhaltigkeitsmesse. Die wenigsten Besucherströme kommen aus Richtung der öffentlichen Verkehrsmittel, der überwiegende Teil kommt aus dem Parkhaus. Schade, war doch das ÖPNV-Ticket mit im Preis inbegriffen.
Um 15:30 Uhr soll die Fair Handeln offiziell eröffnet werden. Ich bin nicht der einzige, der nach der Forumsbühne Ausschau hält. Ich stürze mich einfach in die Menschenmengen und lass mich treiben. Die Fair Handeln ist „nur“ eine halbe Halle groß, was mich erst einmal überrascht. Nach einer schnellen Runde finde ich auch schon die Forumsbühne und möchte mich zur Eröffnung setzen. Doch Pustekuchen, alle Plätze sind per Namensschild reserviert. Leider kein Fischer zu lesen, ich hätte den Altersdurchschnitt auch ordentlich gesenkt. So stelle ich mich also in die letzte Reihe.
Die Veranstaltung wird von einer Theatergruppe (Hope Theatre) bestehend aus Schülern der Nigerianischen und Deutschen Slums, wie es der Leiter am späteren Abend süffisant ausdrückt, eröffnet. Zu sehen sind diese übrigens in der kommende Woche im Theater Rampe Stuttgart.
Nach ein paar Worten des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Peter Friedrich kommt auch schon Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart zu Wort. Er betont, dass auch die Stuttgarter Messe die Nachhaltigkeit vorlebt. Er verweist auf die Solarzellen auf dem Dach, Wärmetauscher und auf die energiesparenden PC’s in der Verwaltung. Auf der Toilette darf ich mir im späteren Zeitverlauf trotzdem den Hintern mit doppelt gebleichten Papier abwischen, die Hände am Waschbecken übrigens auch.
Anschließend kommt unser amtierender Wirtschaftsminister Dirk Niebel zu Wort. Er hält eine erfrischend gute Ansprache und betont des Öfteren wie wichtig es ist, dass die soziale Bewegung aus der Mitte der Bevölkerung kommt und bedankt sich bei allen, die daran Anteil nehmen, täglich die Welt ein bisschen besser zu machen. Während er die 477 Mio. Euro Umsatz des letzten Jahres durch fair gehandelte Produkte als positives Zeichen nimmt, sehe ich das eher als viel zu wenig an. Aber gut, man kann ja nicht immer einer Meinung sein. Dass die Fairtraide-Bewegung stetig wächst und man es auch an der Messe sehen kann, die mittlerweile 135 Aussteller besitzt, obwohl sie vor ein paar Jahren nur im Foyer mit einer Handvoll Aussteller gestartet ist, stimmt allerdings.
Autos aus alten Dosen – Die gab es in Madagaskar auch an
jeder Straßenecke zu erwerben
Ich vor dem Stand von Fairnoboly
Während sich die Herrn Minister einen Rundgang durch die Fair Handeln gönnen, nutze ich den Trubel und mache mich zur Slow Food Messe auf.

Der Markt des guten Geschmacks

Ehrlich gesagt habe ich noch nicht viel vorher von der Slow-Food-Bewegung gehört. Ich wusste nur, dass man sich wieder Zeit zum Essen und zur Zubereitung nehmen soll. Außerdem habe ich die Bewegung auch mit den zahlreichen Konkurrenten von McDonalds und Co, die sich in Großstädten angesiedelt haben und frische Salate, Sandwiches usw. verkaufen, in Verbindung gebracht.
Nach der Messe bin ich auch nicht recht viel schlauer. Anscheinend hat Slow-Food wirklich einfach nur etwas mit Genuss zu tun. Viele teure Produkte, oft aus einheimischer (aber nicht immer Bio) Produktion wurden dort feilgeboten. Jedoch hatten die Weinhändler eindeutig die Oberhand auf der Messe. Für mich als waschechter Bayer war das Highlight, dass unser BIO-Bierbrauer aus der Region (Neumarkter Lammsbräu) auch auf der Messe vertreten war.

Auto Motor Sport & i-mobilty

Ich bin ja kein großer Autofan, auch wenn ich als Werksstudent in der Autoteileforschung arbeite. Aber der Elektromobilität stehe ich unter bestimmten Voraussetzungen durchaus positiv gegenüber. So finde ich es schade, dass die Entwicklung und Akzeptanz so langsam vorangeht. Deshalb war ich von dem, was ich gesehen habe schon sehr angetan. Die Autohersteller (allen voran BMW und Mercedes) assoziieren die Elektromobilität anscheinend mit den Begriffen Hip und futuristisch. Viele Sportwagen waren zu sehen, einer windschnittiger als der andere. Oder aber das komplette Gegenteil, die winzigen Stadtkutschen, die vor allem von der Stuttgarter Car-Sharing Agentur unterhalten werden. „Normale“ Modelle wie VW’s e-up waren dagegen die Seltenheit. Geschwindigkeiten von über 200km/h, Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern und Ladezeiten von unter 1,5h zeigen, dass die Elektromobilität auch auf dem heutigen Stand schon konkurrenzfähig wäre, wenn man denn wollte.
In der Halle wurden auch die immer beliebter werdenden Elektrofahrräder vorgestellt. Das Vorurteil, dass nur alte Leute, die keinen Berg mehr alleine hochkommen würden, mit Motorfahrrädern fahren, ist passé. Ob komplett mit Elektroantrieb oder nur mit Tretunterstützung, die Elektrofahrräder könnten das Problem der Fortbewegung in den Städten lösen. Sie sind eigentlich ein ideales Transportmittel für den Weg zur Arbeit oder für kleinere Erledigungen, da man nicht schwitzt, keine lästige Parkplatzsuche betreiben muss und trotzdem mit einer hohen Reisegeschwindigkeit unterwegs ist.

Garten – outdoor – ambiente

In der Gartenmesse wurden überwiegend Pflanzen, Gartenhäuschen, Gewächshäuser und andere dekorative Gegenstände ausgestellt. Als Mann habe ich mich natürlich lange vor dem Rasenmäher-Roboter aufgehalten, Nachhaltig ist das aber nicht. Viel kann ich darüber nicht schreiben. Ein schöner Wildgarten mit Unterschlupf für die einheimischen Tiere ist verdammt schön. Die Messe hat jedoch keinen Anreiz für einen nachhaltigen Garten gegeben, sondern eher den mit der Nagelschere gepflegten Rasen beworben.
Heute startet noch die Haus, Wohnen und Energie  Messe, die ich leider nicht besuchen konnte. Mehr zur Fair-Handeln dann wie versprochen in einem extra Beitrag.
Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

7 Gedanken zu „Impressionen von den Stuttgarter Frühjahrsmessen

  1. Da kann ich nur zustimmen! Ich möchte jetzt meinen eigenen Blog erstellen, bin also blutiger Anfänger! 😉 Finde dein Blog echt super, da ich mich auch stark für die Umwelt mache und mich das Thema sehr interessiert!

    Bis bald! 😉
    Siggi

  2. Wow also das nenn ich nen Beitrag ^^
    Ich find ja den BMW echt heiß und muss sagen die Öko Masche hats mir so langsam angetan, ich werd mich wohl in Zukunft mehr mit grünem Strom usw beschäftigen

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