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Tesla wird ganze Insel nur mit Solarstrom versorgen

Elon Musk, der Gründer von Tesla bleibt sich beim Stecken seiner Ziele treu: Groß müssen sie sein. Nach der Übernahme von SolarCity wurde nun das nächste ambitionierte Projekt angekündigt: Eine komplette Insel soll nur noch mit Solarstrom versorgt werden.

Als Testobjekt wurde die Insel Taʻū im pazifischen Ozean auserkoren. Der Strom für die knapp 800 Einwohner wurde bisher über Dieselgeneratoren erzeugt. Jeder einzelne dieser Generatoren hat im Jahr ca. 415.000 Liter Diesel verbrannt.

Dieser immense Dieselverbrauch wird nun durch ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von 1.4 Megawatt ersetzt. Dafür werden exakt 5.328 Solarpanels benötigt.

Damit auch in der Nacht der Strom aus der Steckdose kommt, werden 60 Tesla Powerpacks installiert, die insgesamt 8 Megawatt Strom speichern können. Dadurch könnte die Insel drei Tage ohne Sonne auskommen. Lediglich sieben Stunden Sonnenschein benötigt es um den Speicher aufzufüllen.

Marketing-Gag oder Zukunftsvision?

Die Insel Taʻū von oben.

Die Insel Taʻū von oben

Natürlich ist die Ankündigung dieses Solarparks erstmal nur ein Marketing-Gag. Rund 5.000 Solarpanels zahlt Tesla vermutlich auch aus der Portokasse. Und 800 Einwohner mit Solarstrom zu versorgen wird auch nicht die größte Herausforderung sein.

Allerdings wird dieses Projekt wichtige Erkenntnisse beim Thema Versorgungssicherheit bringen. Der größte Blockierer beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist wohl die Angst vorm Strom-Blackout. Wenn man es nun schafft, eine ganze Insel ohne Stromausfall nur mit Solarstrom zu versorgen, kann man das Konzept nach und nach größer dimensionieren. Sollte es schief gehen, kann man die Blackbox auslesen und es beim nächsten Mal besser machen oder sich andere Konzepte überlegen.

Ein weiterer Pluspunkt dieses PR-Gags ist, dass Musk es prima versteht mit seinen Visionen etablierte Unternehmen zum Handeln zu zwingen. Darüber hinaus bringt es Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema, das es sonst nur schwer in die Mainstream-Medien schafft.

Wirtschaftlich gesehen ist es vielleicht deshalb schon ein Geniestreich, da auf der Klimakonferenz in Marrakesch 47 Länder beschlossen haben, so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzusteigen. Dies sind vor allem kleine und Entwicklungsländer. Und wenn die sehen, dass es Tesla mit SolarCity schafft, eine ganze Insel dauerhaft mit Solarstrom zu betreiben, dann wird es wohl bald Staatsaufträge hageln. Da sich die Industriestaaten verpflichten, Entwicklungsländer finanziell bei der Bewältigung des Klimawandels zu helfen, wird auch genug Geld da sein um diese Projekte zu stemmen.

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

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