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Plastikmüll in den Meeren

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Wir wissen es alle: Die Meere sind überfüllt mit Müll. Gerade das Plastik macht der Umwelt hier ziemlich zu schaffen. Laut dem Umweltbundesamt braucht eine Plastikflasche ca. 450 Jahre um sich zu zersetzen, ein Fischfang-Nylonnetz sogar 600 Jahre. Allein von diesen Netzen geraten schätzungsweise jährlich 25.000 unkontrolliert in die Meere.

Mindestens 1 Millionen Seevögel und über 100.000 Meeressäugetiere sterben pro Jahr durch Plastikverschmutzung im Meer. Von über 100 Arten ist bekannt, dass die Plastikverschmutzung ein baldiges Aussterben dieser Arten sehr wahrscheinlich macht. Die Plastikteile lagern aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften viele giftige Stoffe an, die dann von den Tieren gefressen werden und so in die Nahrungskette gelangen. Diese Gifte wirken dann auch auf den Menschen. Zusätzlich zu den Umwelt und Gesundheitsproblemen kostet das Säubern von Stränden und anderem im Jahr 13 Mrd Dollar.

Die Meere sind bereits so verschmutzt, dass es Orte gibt die z.b. „The Great Pacific Garbage Patch“ heißen (Deutsch ungefähr „Der große pazifische Müllstrudel“). Die Meere haben mehrere große Meeresströmungskreise, in welchen sich der Müll sammelt und nur schwer wieder herauskommt. Der große Plastikmüll wird mit der Zeit durch UV-Strahlung in immer kleinere Plastikpartikel zersetzt, am Ende entsteht Mikroplastik, dieses wird vom Plankton als Nahrung aufgenommen, das Plankton von Fischen und die Fische vom Menschen. So gelangen dann die Giftstoffe am Plastik hoch in der Nahrungskette bis zum Menschen.

Eine Studie hat ergeben dass 2011 ganze 88 % der weltweiten Meeresoberflächen mit Mikroplastik verschmutzt waren. Dieser Wert ist seitdem nur angestiegen.

Gegenmaßnahmen

Wie wir auch hier schon berichtet haben, gibt es einige Maßnahmen bei der Fischer die Meere mit reinigen. (Link zum Blog2Help Artikel)

Das allein reicht jedoch nicht, hier möchte ein über Crowdfunding finanziertes Projekt einspringen: The Ocean Cleanup. Was einen simplen Namen trägt, hat auch eine simple Idee: Man bringt einfach schwimmende „Barrieren“ auf der Wasseroberfläche in einem V-Muster an. Das wird der Meeresströmung entlang ausgerichtet, nun sammeln sich in dem spitzen Ende der auf der Oberfläche treibende Müll und kann ganz leicht abgeschöpft werden.
Hierzu wird eine Plattform errichtet, die mit Solaranlagen betrieben wird und das Plastik sammelt. Über 100 Wissenschaftler haben bereits an diesem Projekt mitgewirkt und eine ausführliche Machbarkeitsstudie vorgelegt, bei der auch auf die Gefahren für Meereslebewesen eingegangen wird. Hierbei sind die Wissenschaftler auf ein Design der Barrieren gekommen, bei dem möglichst wenig Gefahr für die Meeresbewohner besteht und gleichzeitig die Eigenschaften als „Plastiksammler“ bestehen bleiben.
Das von der Plattform gesammelte Plastik, muss dann nur noch abgeholt werden. Dann gibt es pro Tonne dieses (nicht zu kleinen) Plastiks 50 Euro von Recyclingunternehmen. Im Moment befindet sich das Projekt auf einer Expedition, bei der 3,5 Millionen Quadratkilometer im Great Pacific Garbage Patch mit ungefähr 30 Schiffen untersucht werden. Das wird in 3 Wochen mehr Daten über die Plastikverschmutzung dort sammeln als in den letzten 40 Jahren zusammen. Aus der Machbarkeitsstudie haben Analysen und Simulationen ergeben, dass eine einzige 100km große Konstruktion (Spannweite der Barrieren) ausreichen würde, um nach 10 Jahren Laufzeit passiv 42% des Mülls im Great Pacific Garbage Patch zu sammeln. 2016 wird ein Pilotprojekt zwischen Japan und Korea starten.

Dass Schiffe ihren Müll einfach über Bord werfen ist bereits seit 1988 mit dem Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) verboten. Dabei können in Deutschland Strafen von bis zu 50.000 Euro anfallen – zu wenig, wie wir finden. Wir hoffen, dass weltweit die Strafen für die illegale Müllentsorgung durch Schiffe erhöht wird, und an allen Häfen weltweit eine kostenlose Müllentsorgung angeboten wird.

Desweiteren ist es wichtig (Umwelt-)Bildung zu betreiben. Der Müll tötet die Meereslebewesen. Ob es das Verheddern im Müll-Fischernetz oder das Fressen von Mikroplastik (welches vom Magen nicht zersetzt wird und sich ansammelt, bis der Magen voll ist und das Tier verhungert) ist, je mehr Müll im Meer ist umso schlechter wird der Fang für Fischer. Diese Fischer sollten lernen, dass der Müll ihnen das Geschäft kaputt macht, dann werden sie von selbst den Müll mit rausfischen und mit zum Hafen nehmen. Ebenso die Verbraucher sollten hier Druck machen auf Firmen die Meeresprodukte anbieten, dass diese darauf achten nur von verantwortungsvollen Fischern zu kaufen.

 

Ein Gedanke zu „Plastikmüll in den Meeren

  1. Das mit dem Müll ist echt ein riesengroßes Problem und wird natürlich auch nicht mehr weniger. Ich war vor kurzem in Indonesien und was ich dort an Müll gesehen habe war echt traurig… So eine schöne Stadt, aber der Müll macht alles kaputt.

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