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WM in Katar – Eine Chance für die Umwelt?

Die Fußball-WM als
Chance für die Umwelt?
Bild: Rainer Sturm / aboutpixel.de

Mal abgesehen davon, was ich als Fußball-Fan davon halte, dass die WM 2022 in Katar stattfindet, möchte ich heute diese WM in weiter Ferne in Sachen Umweltschutz einmal näher beleuchten.

Katar hat knapp 1,7 Millionen Einwohner und nur ein WM gerechtes Fußballstadion. Elf weitere müssten nur für die WM gebaut werden um sie dann wieder abzureißen. Man überlegt zumindest, ob man die Stadien nicht leicht auseinanderbaubar macht, damit sie wo anders wieder aufgebaut werden könnten.
Mit 40°C herrscht unterm Tag eine drückende Hitze in dem kleinen Staat. Das wäre eine Tortur für Fußballer und Fans. Doch Katar wäre nicht Katar, wenn sie nicht auch dieses kleine Problemchen mit Geld aus dem Weg schaffen könnten. Die Stadien sollen auf angenehme 18°C herunter gekühlt werden, dazu soll unter jedem sechsten Sitz eine Klimaanlage installiert werden.
Dass das ziemlich viel Energie verbraucht, muss man glaub ich gar nicht mehr erwähnen. Aber Katar hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Strom für die Kühlung durch Solaranlagen auf dem Dach der Stadien herzustellen. Das könnte die große Chance sein.

Katar als Photovoltaik-Vorreiter:
Die reichen Scheich-Staaten, die das nötige Kleingeld (durch Öl und Gas-Verkauf) und die Erfahrung im Energiesektor haben, müssen eine wichtige Rolle einnehmen, wenn die zukünftige Energieversorgung klimafreundlicher vonstattengehen soll.
Mit durchschnittlich 360 Sonnentagen ist Katar prädestiniert für die Herstellung von Solarstrom. Das größte Solarkraftwerk der Welt ist dort auch schon in Planung.
Wird die WM in Katar ein Erfolg könnte das einen riesigen Imagegewinn für Photovoltaikanlagen bedeuten. Auch die Berichterstattung im Vorfeld könnte einen Imageschub bringen.

Wohin mit dem ganzen Strom?
Die arabischen Wüstenstaaten könnten eine große Menge Solarstrom produzieren, die sie aber selbst gar nicht verbrauchen könnten. Doch der Transport per Überlandkabel ist aufwendig und könnte große Verluste der Strommengen bedeuten. Deshalb habe ich nach alternativen geforscht. Im Beitrag die Energieversorgung der Zukunft, habe ich erwähnt, dass man die Speicherung per Wasserstoff- oder Gasumwandlung durchführen könnte.

Dieses Jahr soll der Baubeschluss der Nabucco-Pipeline erfolgen, dieses 14 MRD € Projekt soll Gas von der Türkei über Bulgarien, Rumänien, Ungarn nach Österreich zum Gasverteilungszentrum der OMV liefern. Von dort aus soll das Gas in die Staaten wie Deutschland, Schweiz, Frankreich etc… verteilt werden.
Die Türkei sucht weitere Partner, die Gas zuliefern könnten. In die Pipeline passen 31 Milliarden Kubikmeter Gas, die müssen erst einmal gefüllt werden und dazu könnte die Türkei Katar als Gaslieferant sehr gut gebrauchen.
Katar hat zwar eines der größten Erdgasvorkommen der Welt, könnte aber auch durch ihr enormes Sonnenpotential riesige Mengen umweltfreundlichen Gas herstellen.



Der Verlauf der Nabucco-Pipeline
Bild: Wikipedia


Wenn Sie sich jetzt fragen, „aber durch Verbrennung von Gas entsteht ja auch CO2“, dann ist die Frage berechtigt. In meinen Recherchen habe ich aber herausgefunden, dass man zur Herstellung von Gas aus Strom CO2 benötigt, der erst einmal aus der Atmosphäre entzogen werden muss. Später bei der Verbrennung wird er dann wieder freigesetzt (ob das jetzt ein Nullsummenspiel ist, kann ich leider nicht beantworten, da ich mich in Chemie nicht sehr gut auskenne).

Zusammenfassend kann man sagen, dass dies nicht nur eine Chance ist, sondern auch die Energieversorgung revolutionieren könnte. Mit diesem sauberen Gas hat man vollste Flexibilität und hat auch das Problem der Speicherung gelöst (sollte es in den Wüstenstaaten unerwartet zu Sonnenausfall kommen). Der einzige Wehrmutstropfen ist der Wirkungsgradverlust, der bei der Umwandlung von Strom zu Gas entsteht, aber der sollte angesichts des enormen Strompotentials der Sonne in den Wüstenstaaten zu verkraften sein.
Ein Gewinn für Scheichs und Umwelt.

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

2 Gedanken zu „WM in Katar – Eine Chance für die Umwelt?

  1. Hallo,
    das ist ja ein äußerst interessanter und auch intelligenter Ansatz. Diese Betrachtungsweise habe ich bisher überhaupt nicht gekannt bzw. wahrgenommen!
    Die Zusammenfassung bringt es auch wirklich auf den Punkt. Ich meine der Wermutstropfen kann von der Menschheit verkraftet werden und die Erde ist der eigentliche Gewinner. Wenn wir an die Zuknft in jahrhunderten oder jahrtausenden denken darf man ja auch nicht vergessen, dass die heutege technologische Entwicklung weitere Fortschritte machen wird.
    Und das kann man natürlich nicht berechnen – aber man kann sich sicher sein, dass die langfristige Betrachtung einen deutlich psoitiven Effekt hat.
    Wie kann man die Menschen und vor allen dingen die Indistrie dafür gewinnen? Die Scheichs hätten doch eigentlich genug Geld?
    mfg

  2. Naja, die Scheichs müssen ja, wenn sie nicht ganz dämlich sind wissen, dass ihr Reichtum ausschließlich durch Öl und Gas entstanden ist und wenn das Weg ist, könnten sie sich auch wieder in ein dritte Welt Land verwandeln.

    Also müssen sie ihr Kapital natürlich sinnvoll anlegen und wenn dorten schon die Voraussetzungen für solche Anlagen wären, dann hoffe ich, werden sie die Chance auch ergreifen.

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