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Alles über Papier und die Auswirkungen auf den Regenwald

Altpapier, Zeitungen, Papier
Papier bestimmt unseren Alltag
Quelle: aboutpixel.de / Arnim Schindler

Heute möchte ich ein Thema beleuchten, was jeden Umweltschützer bestimmt schon einmal durch den Kopf gegangen ist, unser Papierverbrauch. Wir verbrauchen zu viel Papier und das hat große Auswirkungen auf die Natur und auch auf die Regenwälder. Aber lesen Sie in diesem Artikel mehr dazu:

Herstellung von Papier:
Um Papier herstellen zu können, benötigt man Zellstoffe. Diese kann man durch Bäume oder aber auch durch Altpapier bekommen.

Bei Herstellung aus Holz, wird meist das chemische Verfahren verwendet. Dort werden die Bäume zu Holzschnitzel verarbeitet und müssen anschließend 12-15 Stunden gekocht werden. Anschließend ist der Brei eher bräunlich und muss gebleicht werden um das bekannte und beliebte weiße Papier herstellen zu können. Anschließend wird das ganze gepresst und getrocknet, um es dann als Papier auf Rollen aufzurollen. 2,5 kWh benötigt man ungefähr für ein Kilogramm Papier aus Holzzellstoffen.

Wird das Papier aus Altpapier hergestellt, muss man eigentlich nichts anderes machen, als es zu reinigen und dann zu neuem Papier zu pressen. Das kann ca. 7- bis 8-mal erfolgen, dann sind die Zellfasern vom Altpapier zu kurz und man muss z.B Zellstoffe aus Holz hinzufügen. Deshalb darf in Deutschland Altpapier nur mit dem blauen Engel ausgezeichnet werden, wenn es aus mindestens 80% recyceltem Material besteht. Der Energieaufwand von Altpapier ist nur 1/3 so hoch, wie bei der Herstellung aus reinem Holz. Auch der Wasserverbauch ist 15% geringer.

Papierverbrauch / Papierherkunft:

  • 2009 lag der pro Kopf Verbrauch bei 226,1 kg pro Einwohner Deutschlands was einem gesamten Verbrauch von 18,5 Mio. Tonnen bedeutet.
  • 15,4 Mio. Tonnen haben die regionalen Versorger im selben Jahr hergestellt, was eine Altpapier-Rücklaufquote von 83% entspricht.
  • Zur Herstellung von Papier wurden 14,8 Mio. Tonnen Altpapier verwendet, was eine Verwertungsquote von ca. 71% entspricht.
Statistik, Altpapierverwertungsquoten, Balkendiagramm
Altpapierverwertungsquoten

Auswirkungen auf den (Regen)Wald:

Regenwald, gerodet, abgeholzt, zerstört, Urwald, Tropenholz
Gerodeter Regenwald
Bild: OroVerde
Die restlichen 29% unseres Papierverbrauchs wurden durch Bäume hergestellt. Das hört sich jetzt natürlich relativ wenig an, aber man muss sich vor Augen führen, dass 20% des gesamten Holzverbrauchs durch die Papierherstellung erfolgt. Das für Papierherstellung verwendete Holz für Deutschland kommt größtenteils aus Skandinavien, Russland und Kanada. In Skandinavien und Russland werden dafür die letzten europäischen Urwälder abgeholzt. Auch in Kanada kommt das Holz größtenteils aus deren Urwäldern.

Das restliche Holz stammt meist von Baumplantagen, die eine Monokultur fördern. Dafür werden schnell wachsende Bäume wie Eukalyptus verwendet. Die Folge daraus ist meist, dass dafür andere Waldflächen gerodet werden oder wertvolles Ackerland der Bevölkerung beschlagnahmt wird. Das hat große Folgen für Tiere und Menschen in der Region. Tiere finden keine Nahrung mehr und Ureinwohner werden vertrieben, bloß ein paar Söldner profitieren davon, ansonsten leidet ausschließlich der Regenwald darunter. Ein anderer Faktor ist, solche Plantagen brauchen viel Wasser, weil der Boden im Regenwald ein schlechter Nährstoff- und Wasserspeicher ist, vor allem bei Monokulturen. Das hat zur Folge, dass der Grundwasserspiegel sinkt und auch Flüsse ausgetrocknet werden.
Nur ein kleiner Teil kommt aus heimischer Produktion, der Anteil endspricht ca. 10%

Aber selbst, wenn wir unseren Bedarf zu 100% aus ökologisch einwandfreien Quellen decken würden, wäre das Problem nicht verschwunden. Der Rohstoff Holz ist endlich und dieses Holz würde dann wo anders fehlen.

Lösungen:
Ich denke die Lösungen liegen auf der Hand, zum einen muss sich der Altpapierverbrauch erhöhen (angepeilt sollte mind. 95% Altpapierquote sein) und zum anderen muss unbedingt der Papierverbrauch gesenkt werden.

Auch ist es wichtig, dass das Altpapier wieder in den Kreislauf durch Recycling zurückgeführt wird. Denn eine Wiederverwertung des Papiers ist Energieeffizienter als z.B die Verbrennung in einem Müllverbrennungskraftwerk.

Hier ein paar kurze und einfache Tipps für den richtigen Umgang mit Papier:

  • Klopapier und Hygieneartikel unbedingt aus Altpapier kaufen, da diese nicht mehr in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden. Außerdem sollten Sie sich hinterfragen, ist sowas wie eine Küchenrolle wirklich notwendig, oder langt auch ein Geschirrtuch.
  • Drucken Sie E-Mails nicht pauschal aus, sondern nur wenn Sie sie auch wirklich ausgedruckt benötigen
  • Verwenden Sie auch in Ihrem Drucker Recyclingpapier, die Sorge, dass die Tinte verwischt oder der Mythos, dass der Druckkopf dadurch kaputt geht können Sie beim heutigen Altpapier vergessen 😉
  • Achten Sie bei Schreibartikel auf den Blauen Engel, viele Geschäfte führen leider wenig Recyclingprodukte, machen Sie sie darauf aufmerksam. (Siehe auch Ökologische Tipps zum Schulanfang)
  • Verzichten Sie auf Wurfpostsendung durch einen „Bitte keine Reklame einwerfen“ Aufkleber auf Ihrem Postkasten
  • Die Prospekte kann man z.B online auf KaufDa nachschlagen. (Hier gibts auch einen „Keine Werbung“ Aufkleber kostenlos!)
  • Bücher ausleihen, weiterverkaufen, nur gebraucht kaufen. Auch hier sollten Sie darauf achten, aus welchem Papier das Buch ist (steht meist vor dem Vorwort).
  • Führen Sie nicht mehr gebrauchtes Papier in den Kreislauf zurück, in dem Sie es in die Altpapiertonne oder Container werfen.

Diese Tipps tun nicht weh, könnten aber einiges an Papier einsparen und so auch unseren geliebten Regenwald und dessen Einwohner schützen.

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Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

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