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Der Pakt mit dem Panda – Unsere Meinung

Seit der Ausstrahlung habe ich mir den Kopf über diese Dokumentation zerbrochen, was soll man davon halten, wie gehe ich damit um und was schreib ich auf Blog2Help? Nun konnte ich mir endlich Zeit nehmen, um mir ein breiteres Spektrum an Informationen zu beschaffen, und ich hoffe, ich kann das auch so wiedergeben, wie es mir gerade im Kopf rumschwirrt.

Sein Lebensraum wird durch
Palmölplantagen zerstört.

Bild: Hans Dunker / pixelio.de

Um was geht es?
Letzte Woche kam spätabends in der ARD der Dokumentarfilm „Der Pakt mit dem Panda“ von Wilfried Huismann (noch ca. 2 Wochen in der Mediathek einsehbar).Der Journalist deckte auf, dass der WWF nicht nur den reinen Umweltschutz vor Augen hat, sondern auch politische und wirtschaftliche Interessen pflegt. So soll er z.B mit dem Palmölkonzern Wilmar zusammenarbeiten und wie es in der Reportage heißt „minderwertigen Wald“ zur Rodung freigeben um auf diesem nachhaltiges Palmöl herstellen zu lassen.
Auch in Argentinien soll der WWF in Sachen genetisch verändertes Saatgut Wegbereiter und mitverantwortlich für Regenwaldrodungen gewesen sein.

Was ist dran?
Als Außenstehender kann man das nicht allzu gut beantworten. Der WWF hat vieles schon wiederlegt bzw. abgestritten. Jedoch haben alle Akteure, die von Seiten des WWF befragt wurden, eine äußerst miserable Figur abgegeben, so dass auch der treueste WWF-Anhänger ins Grübeln kommen muss. Auch der Umgang danach mit dem Thema wurde teilweise kritisiert. Ich persönlich muss sagen, was da teilweise in den Facebook und Twitter Kommentaren zu lesen war, hätte ich auch nicht kommentiert, sobald es was zum Einprügeln gibt sind die Leute da und welche Ansichten sie da teilweise vertreten ist nicht mehr feierlich. Auch hier hat der WWF nun eine Dokumentation ihrer Kommunikationsbemühungen geliefert .

Mir persönlich war der Inhalt der Reportage teilweise zu einseitig und teilweise zu polemisch. So wurde am Anfang zwar erwähnt, dass der WWF nur ein Partner ist, später wir dann erzählt, der WWF rodet diese Wälder. Auch Ureinwohner, die beteuern, keinen Tieren was zu leide zu tun, vertraue ich nicht unbedingt, obwohl diese natürlich eine höhere Naturaffinität haben. Es gibt aber auch genug Reportagen, die zeigen, wie diese Einheimischen Wälder zerstören, was soll man nun glauben?

Ist der Pakt mit dem Teufel überraschend?
Für mich persönlich war es nicht überraschend, dass man in so einer riesen Organisation einige schwarze Schafe findet. Wer ein wenig wirtschaftliches Know-How besitzt, weiß, dass man ab einer gewissen Größe ein Betrieb und das ist der WWF ja schon teilweise, nicht mehr richtig steuerbar wird. Weil der Kopf nicht mehr weiß, was der Fuß macht. Sowas versucht man heutzutage z.B mit Controlling zu lösen, aber ich möchte nicht zu weit ausholen.
Zum anderen sollte es für jeden offensichtlich gewesen sein, dass der WWF mit großen Firmen kooperiert, die Krombacher Regenwaldaktion dürfte hier in Deutschland wohl am bekanntesten sein.
Dass man damit immer einen Drahtseilakt vollführt sollte klar sein. Der WWF verkauft seinen guten Namen für viel Geld, dass dies auch mal schief gehen kann, hat die Dokumentation jetzt gezeigt.
Auch wenn es wohl nicht ganz so dramatisch war, wie in der Doku berichtet.

Das Geld ist ja nicht verschwunden, sondern wird trotzdem noch für die Ziele des WWF ausgegeben. Einen Verdacht für große Veruntreuung dieser Gelder gibt es ja zum Glück nicht.

Moralisch vertretbar?
Meiner Meinung nach ist es nicht schlimm zu versuchen, die Probleme der Neuzeit mit dem System zu lösen, auch auf die Gefahr hin, sich manchmal prostituieren zu müssen. Denn eins sollte uns allen klar sein, die Welt kann nicht nur von uns Idealisten gerettet werden. Die (geschätzten) 1% der Bevölkerung, die sich auch ohne Arschtritt für die Umwelt engagieren, werden die Welt nicht verändern können. Dafür muss es eine massentaugliche Umweltorganisation wie den WWF geben, der auch Spenden von „Normalos“ einsammelt und wichtige Themen immer mal wieder in die Öffentlichkeit bringt. Eine Schwächung der „Marke“ WWF und des Pandas wird sich auf alle anderen Umweltorganisationen auswirken! (Wenn der WWF sowas macht, dann macht ihr sowas erst recht …).

Wie soll es weitergehen?
Ich hoffe, dass der WWF sich jetzt, vor allem in den oberen Etagen ein wenig selbst reinigt, denn die Basis ist absolut solide. Auch der WWF Deutschland leistet hervorragende Arbeit und es ist ein wenig unfair, dass sie, dadurch dass es eine deutsche Reportage war, die Suppe ausbaden müssen, obwohl es offensichtlich in anderen Sektionen große Defizite der Strukturen und des Controlling gibt.

Wenn die Reportage etwas Gutes hatte, dann vor allem, dass jetzt hoffentlich mehr evaluiert wird, was wirklich sinnvoll ist und was nicht. Vielleicht kommt es auch zu einer Verbesserung der Strukturen, was nie schaden kann. Man darf also gespannt sein, wie der WWF weiterhin reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Einen sehr klugen Kommentar zu dem Thema aus dem Blog von Robert Basic, möchte ich euch zum Abschluss nicht vorenthalten:

Das Bessere ist der Feind des Guten (Voltaire)
Was das bedeutet, sollte ich vielleicht entschlüsseln. Wenn NGOs aufgrund ihres Tatendrangs Dummheiten anrichten, wird es in einer vernetzten Welt eher zu Tage treten. Es ist dabei völlig unerheblich, ob ein oder dutzende NGOs daran zu Grunde gehen werden, es ist irrelevant. Relevant ist der sich ergebende Soll-Ist-Regelkreis. NGOs werden gesamtheitlich bewusster, vorsichtiger und überlegter an den Stellschrauben drehen. Das ist das, was ich mit Voltaires Zitat meinte. Eine vernetzte Welt verbessert den Informationsfluss, macht Wirkweisen klarer, verbessert die Chancen, sich zu verbessern. These, ja, aber schlüssig.

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

2 Gedanken zu „Der Pakt mit dem Panda – Unsere Meinung

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