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Wald-Woche #1 – Vergrillen Sie nicht den Regenwald (inc. heutiger TV Tipp)

Sommer, Sonne, Grillen. Für viele das Highlight des Jahres und es sei jedem gegönnt. Jedoch kann es schnell dazu führen, dass man unfreiwillig in seinem Grill wertvollen Tropenwald verheizt.

Und das ist kein Ausnahmefall, eher im Gegenteil. Jedes Jahr werden laut statistischem Bundesamt 300.000 Tonnen Grillkohle verschürt und der geringste Anteil davon kommt aus heimischen Wäldern. Der Großteil wird importiert, z.B aus Paraguay, aus dem ca. 1/4 aller Grillkohlen in Deutschland herkommen.

Eine beliebte Art bei „Grillexperten“ ist zum Beispiel der Quebracho-Baum, der aber akut vom Aussterben bedroht ist. Außerdem ist Grillkohle ein wichtiger Bestandteil für Rodungen, z.B um Plantagen anzulegen oder Rinderfarmen zu gründen, denn der Verkauf der Bäume für Grillkohlen finanziert erst die Rodungen.

Leider gibt es eine schlechte Nachricht, man wird als Verbraucher bei Angaben bei den Grillkohlen oft in die Irre geführt, auch das FSC-Siegel schützt leider nicht vor illegalem Raubbau wie der WDR nachwies.

Dazu auch der TV-Tipp:

Heute! 20:15 im RBB ist u.a das Thema „Woher kommt unsere Grillkohle?„!

Was tun?
Es gibt wenig, was man dagegen tun kann. Am besten ganz genau beim Kauf der Grillkohle darauf achten, ob das Herkunftsland plausibel klingt, auch auf das FSC Siegel kann man achten. Jedoch wie schon erwähnt, kann man als Verbraucher nicht nachtesten, ob die Angaben wirklich stimmen, deshalb müssen die Verkäufer in die Pflicht genommen werden.
Bitte unterzeichnen Sie die Petition, die die großen Handelsketten bittet, Grillkohlen aus dem Regenwald aus ihrem Sortiment zu nehmen:

Zur Petition

Robert

Robert

Programmierer | Blogger | Selbständiger bei RegSoft
Ich bin der Gründer von Blog2Help. Als selbständiger Software-Entwickler und StartUp-Gründer (Zum Blog) kenne ich die Herausforderungen, die eine nachhaltige Unternehmensführung mit sich bringt. Neben aller politischer Arbeit, bin ich der festen Überzeugung, dass man für eine faire und gerechte Welt als Verbraucher vor allem die Unternehmen in die Pflicht nehmen muss.

Die Faszination zum Regenwald begleitetet mich schon von klein auf. Durch die Staufen-Altpapier Schulhefte kam ich schon in der Grundschule mit der Regenwaldorganisation OroVerde e.V in Kontakt und unterstütze diese seitdem mit unkonventionellen Mitteln. Damals z.B. mit dem Sammeln von Briefmarken und seit 2009 mit der Gründung von Blog2Help.

Im Rahmen eines Universitätsprojekts konnte ich im Jahr 2013 selbst in den Regenwald nach Madagaskar reisen und bei der Ausbildung der Parkranger mithelfen.
Robert

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